Es bleibt dabei: Noch vor der Neustädter Kerwa, deren Baum am 20. Juni aufgestellt wird, soll der Steinsweg wieder befahrbar sein. Zum andernfalls befürchteten Verkehrskollaps rund um den Neustädter Festplatz wird es demnach nicht kommen, wenn die wichtigste Spange zwischen den Bundesstraßen B470 und B8 wieder befahrbar ist.
Wie Christian Hübner, Leiter der Neustädter Kommunalbetriebe, gegenüber der Redaktion versicherte, habe sich an jenem Zeitplan, der im Herbst des vergangenen Jahres veröffentlicht worden war, nichts geändert: Mitte Februar habe man die Arbeiten im Steinsweg nach der Winterpause wieder begonnen, momentan sei man dicht vor der Vollendung des zweiten Bauabschnitts, der dritte Abschnitt beginne voraussichtlich in der nächsten oder übernächsten Woche und Anfang Juni wolle man den Steinsweg dann vorläufig für den Verkehr wieder freigeben.
Was aber ist dort mittlerweile passiert? Wie Hübner ins Gedächtnis ruft, waren die Arbeiten nötig, um diesen sensiblen innerörtlichen Bereich bei künftigen Starkregenereignissen besser vor Überschwemmungen zu schützen. Somit habe man im zweiten Bauabschnitt unter dem Steinsweg zwei gewaltige Rohre mit Durchmessern von 1,40 und 1,50 Metern versenkt.
Wenn dieses Volumen voll gelaufen sei, komme ein weiteres Rohr mit 70 Zentimetern Durchmesser zum Tragen, das zusätzliches Wasser kontrolliert in die Aisch ableiten soll. Dieser Stauraumkanal war bereits im vergangenen Herbst während des ersten Bauabschnitts verlegt worden.
Der bald beginnende dritte Abschnitt sieht ein Tunnelbohrverfahren unter der B8 in Richtung der Wohngebiete auf der anderen Straßenseite vor. Unter der Bundesstraße werden dabei weitere Rohre verlegt, die jene Wassermassen aufnehmen und ableiten sollen, die bei Starkregenereignissen beispielsweise von der Straße „An der Steige“ südwärts strömen.
Aktuell sind die Firmen Elektro Hartmann und Drogeriemarkt Müller nur über den Umweg Wasenmühle erreichbar. Das soll auch vorerst so bleiben – zumindest bis der Unterbau des Steinswegs (die Tragschicht) neu eingebaut ist. Das passiert bis Anfang Juni und dann ist die Straße auch wieder befahrbar. „Wann dann die Asphaltschicht drauf kommt, muss noch im Detail vereinbart werden“, so Hübner. „Das dauert noch eine Weile.“