Wann hält wohl der Winter mit Schnee und Minustemperaturen in Mittelfranken Einzug? Die Ski- und Wanderfreunde Birkach-Elbersroth sind dafür jedenfalls gerüstet.
„Wir sind ein Familienverein mit aktuell 560 Mitgliedern, darunter vier Kinder- und Jugendgruppen“, berichtete der Vorsitzende und betonte, dass die Mitglieder „Spaß und Freude am Vereinsleben haben sollen“.
Bereits Anfang November trafen einige Vereinsmitglieder die nötigen Vorbereitungen in Herriedens „Wintersportort“ Birkach. So wurden bei einem Arbeitseinsatz der Schlepplift überprüft und die Absperrungen angebracht. Auch die Flutlichtanlage wurde getestet und entsprechend ausgerichtet, damit der Abfahrtshang und die unterhalb der Skihütte angelegte Eisfläche bei Dunkelheit genutzt werden können, erklärte Vorsitzender Jürgen Leis bei einem Ortstermin, dem auch sein Stellvertreter Steffen Hahn und Beisitzer Stefan Prümmer bewohnten.
Man sei nicht in der Situation, einen regelmäßigen Sportbetrieb aufrecht halten zu müssen, sondern könne spontan reagieren. Sollte der Schnee nicht zum Skifahren ausreichen, dann werde eben Schlittenfahren oder Schlittschuhlaufen auf der Eisfläche angeboten. Sollte auch das nicht funktionieren, würden Wandertouren oder Ausflüge unternommen. „Wir machen einfach das Beste daraus, was gerade möglich ist“, sind sich die Vorstandsmitglieder einig.
Wenn es die Bedingungen zulassen, können kleine und große Skifans im Schuss oder mit Slalomschwüngen den Abfahrtshang hinunterfahren und sich dann mit dem Schlepplift wieder mühelos nach oben befördern lassen. Im kleinen „Eisstadion“ können sich Kinder beim Eishockey austoben und Erwachsene beim Eiskegeln. Bei ausreichender Schneelage können zudem Langläufer im Umkreis von etwa 20 Kilometer in gespurten Loipen ihre Runden drehen.
„Herzstück des Vereins“ ist laut Jürgen Leis die gemütliche, 1986 erbaute Skihütte. In den Jahren 1996 bis 1998 erfolgte der Ausbau des Obergeschosses. 2005 konnte am Erdgeschoss ein Anbau mit Sonnenterrasse fertiggestellt werden. Damit das Vereinsdomizil auch weiterhin an den Skitagen, für Versammlungen, Stammtische und Familienfeiern von Mitgliedern genutzt werden kann, sind gleich nach der Wintersaison Sanierungsarbeiten im Kellerbereich ins Auge gefasst, teilte der Vorsitzende mit.
Es sollen die Toiletten erneuert und die bisherige Werkstatt in einen Jugendraum umgebaut werden. Die Kostenschätzung für die Maßnahme beläuft sich auf 50.000 bis 65.000 Euro. Zur Finanzierung habe man in den vergangenen Jahren trotz der geringen Mitgliedsbeiträge und der familienfreundlichen Preise beim Skilift- und Hüttenbetrieb ein kleines finanzielles Polster aufbauen können, erklärte Leis.
Außerdem könne sich der Verein über Zuschüsse vonseiten der Stadt Herrieden und des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) sowie über Spenden von heimischen Betrieben freuen. Einen gewissen Beitrag werden die Vereinsmitglieder durch Eigenleistungen beisteuern, wie Steffen Hahn versicherte.
Als wichtig wird bei den Ski- und Wanderfreunden die Nachwuchsarbeit erachtet. Derzeit sind laut Stefan Prümmer insgesamt 60 Kinder aktiv. Sie werden von den Übungsleiterinnen Stefanie Feuchter und Lisa Pfahler sowie von Übungsleiter Justin Heller, der Heidi Schülein während deren Babypause vertritt, betreut.
Des Weiteren wies Vorsitzender Jürgen Leis darauf hin, dass der Verein nicht nur Aktivitäten in den Wintermonaten anbietet, sondern das ganze Jahr über. Dazu zählten Ausflugsfahrten in die Berge sowie in die nähere Umgebung zum Skifahren, Wandern und Klettern.
Ferner stehen Veranstaltungen wie das Heringsessen am Aschermittwoch, das Sommerfest, die Hütten-Kirchweih und die Beteiligung am Weihnachtsmarkt in Herrieden auf dem Programm.