Siemens Energy will seine Sparte Transformation of Industry verselbstständigen. Die künftige Aufstellung solle dem Geschäftsbereich mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum eröffnen, teilte der Energietechnikkonzern mit. Die Sparte liefert Industrielösungen, Kompressoren, Verdichter und Elektrolyseure.
Möglich sind dabei den Angaben zufolge die Hereinnahme externer Investoren sowie eine Kapitalmarkttransaktion. Siemens Energy will den Bereich „entkonsolidieren“, aber gleichzeitig eine wesentliche Minderheitsbeteiligung behalten. Spekulationen, dass der kleinste Geschäftsbereich Transformation of Industry (TI) abgespalten werden könnte, laufen bereits länger. Siemens Energy will sich künftig auf Stromerzeugung und Stromübertragung konzentrieren.
Die Sparte wendet sich an Industriekunden, beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter und bietet unter anderem Energieinfrastruktur für die Industrie, Kompressoren für die Ölbranche und Wasserstoff-Elektrolyseure. Sie unterscheidet sich von den anderen Energie-Geschäften von Siemens Energy deutlich. Im vergangenen Geschäftsjahr kam der Bereich auf einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro.
In der aktuellen Konzernstruktur konkurriert Transformation of Industry bei Investitionen mit Geschäftsbereichen, die noch schneller wachsen, wie es von Siemens Energy hieß. „Wenn wir unsere Struktur nicht verändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry. Unser derzeitiger Investitionsschwerpunkt liegt auf der Stromerzeugung und der Stromübertragung. Dort erzielen Investitionen kurzfristig höhere Erträge“, kommentierte Konzernchef Christian Bruch die Entscheidung.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass mehrere Finanzinvestoren an einer Beteiligung interessiert seien. Die Sparte könnte mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden.
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