Die Marktgemeinde Lichtenau will sich als radfreundliche Kommune präsentieren. Auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderats wird eine Fahrradservicestation aufgestellt. Die LAG Rangau fördert diese mit insgesamt 1000 Euro.
Inklusive Diebstahlsicherheitsmuttern und Beklebung liegen die Kosten für eine solche Servicestation aktuell bei rund 2500 Euro. In der Mitgliederversammlung der LAG war kürzlich beschlossen worden, aus eigenen Mitteln einen Fördertopf für das Projekt einzurichten. Damit verbleibt für teilnehmende Kommunen jeweils ein Eigenanteil von etwa 1500 Euro.
Die Stationen sollen an Radwegen, die durch die Mitgliedskommunen führen, aufgestellt werden, um diese etwas „aufzumöbeln“, wie Lichtenaus Bürgermeister Markus Nehmer erklärte. „Ich finde, das ist gut angelegtes Geld.“
Gemeinderätin Monika Haspel (SPD) regte an, die Station am Pavillon beim Spielplatz in der Birkenallee zu platzieren. „Dann könnte man sich unterstellen bei Regen.“ Ihr Ratskollege Roland Treiber (UWG) bemerkte trocken, dass dies doch ein Schildbürgerstreich sei: „Da bräuchte man erst mal die Radwege, dann die Stationen.“ Diese auszubauen, wäre wesentlich dringender, machte er deutlich. Mit dem vorgeschlagenen Standort könne er aber leben.
Die LAG Rangau wird die Servicestationen in einer Sammelbestellung beschaffen. Anschließend erhalten die Kommunen, die an der Aktion teilnehmen, eine Rechnung abzüglich der Förderung. Für die Installation am gewünschten Ort ist die jeweilige Kommune dann selbst verantwortlich.