Seniorenbeirat in Ansbach wurde ein Vorbild für Bayern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.05.2024 07:00

Seniorenbeirat in Ansbach wurde ein Vorbild für Bayern

Die Schriftführerin Therese Walter tauchte mit den Gästen der Feier im Onoldiasaal in die Geschichte des Gremiums ein. (Foto: Oliver Herbst)
Die Schriftführerin Therese Walter tauchte mit den Gästen der Feier im Onoldiasaal in die Geschichte des Gremiums ein. (Foto: Oliver Herbst)
Die Schriftführerin Therese Walter tauchte mit den Gästen der Feier im Onoldiasaal in die Geschichte des Gremiums ein. (Foto: Oliver Herbst)

Manchmal ist die Stadt Ansbach tatsächlich recht früh dran gewesen: 1991 etwa war dies der Fall. Es ging darum, älteren Menschen Gehör zu verschaffen. Damals etablierte sich ein Seniorenbeirat. Er feierte jetzt mit einer Jubiläumsfeier sein 33-jähriges Bestehen. Darin blickte er nicht nur zurück, sondern auch nach vorne.

Etwa 28 Prozent in der Ansbacher Bevölkerung sind Senioren. Dies sagte die Schriftführerin des Beirats, Therese Walter. Für den Vorsitzenden Fritz Heubeck „ist das schon eine ganz gewichtige Sache“. Der Freistaat habe dies mittlerweile ebenfalls verstanden und einen Landesseniorenrat gegründet.

Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum ging auf das Fundament dafür ein: das bayerische Seniorenmitwirkungsgesetz, das fast ein Geburtstagsgeschenk für den Beirat in der Stadt sei. „Das, was in Ansbach und natürlich auch schon in vielen anderen Gemeinden in Bayern bereits seit Langem bestens funktioniert, ist jetzt auf gesetzliche Grundlagen gestellt worden,“ sagte die Regierungspräsidentin. Kommunen seien angehalten, eine ehrenamtliche Seniorenvertretung einzurichten.

Ein neues Gremium auf Landesebene

Auf Landesebene vertrete eben der Landesseniorenrat die Interessen der älteren Menschen. Was die vielen Ehrenamtlichen im Land leisten, lässt sich nicht hoch genug einschätzen und würdigen, wie die Regierungspräsidentin betonte. In 33 Jahren habe sich der Ansbacher Beirat herausragend entwickelt.

Heubeck berichtete von Arbeit „en masse“. Er sprach auch seinen direkten Vorgänger Heinz Kötzel an. Er stand dem Seniorenbeirat 16 Jahre lang vor, bis zum Jahr 2022, wie der aktuelle Vorsitzende hervorhob.

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Die Mitglieder des derzeitigen Gremiums bat Fritz Heubeck, sofern anwesend, auf die Bühne, stellte sie vor und überreichte ihnen mit seinem Stellvertreter Michael Vogel eine Ehrennadel. „Diese Leute engagieren sich für die Stadt“ und für die Belange der Senioren hier.

Obwohl im Onoldiasaal zeitweise die Zahlen „1991 – 2023“ eingeblendet waren, feierte der Seniorenbeirat jetzt seinen 33. Geburtstag. Wegen der Corona-Pandemie war 2021 eine Feier zum 30. nicht möglich.

„Alle Fraktionen sagten damals Ja“

Schriftführerin Therese Walter blickte in die Geschichte des Gremiums – und damit auch auf die konstituierende Sitzung am 18. März 1991. „Zur Gründung Anstoß gab damals die SPD-Fraktion im Stadtrat.“ Alle Fraktionen hätten dies unterstützt. Erste Vorsitzende war Barbara d’Avance, die langjährige FDP-Kommunalpolitikerin, wie Therese Walter berichtete.

„Wir sind alle sehr stolz auf unseren Seniorenbeirat“ und seine Arbeit, stellte Oberbürgermeister Thomas Deffner fest, der als Schirmherr die Festrede hielt. Seit 33 Jahren engagierten sich zahlreiche Ansbacherinnen und Ansbacher mit viel Zeit und Energie für die ehrenamtliche Arbeit, legte der Oberbürgermeister dar.

Die Stadt sei damit in dieser Zeit Stück für Stück seniorenfreundlicher geworden. „Wer sich für die wachsende Gruppe der Senioren einsetzt, stärkt das gesamte Gemeinwesen.“ Man müsse zunehmend Raum und Möglichkeiten schaffen, damit Menschen aktiv und in Würde alt werden können.

Die Platen-Big Band aus dem Platen-Gymnasium (Leitung Stephan Goldhahn) sorgte für flotte Musik. Im Jahr 2035 übrigens sollen 35 Prozent der Ansbacher gemäß einer Prognose Senioren sein, vielleicht sogar noch mehr, wie Therese Walter schilderte. „Das heißt, der Seniorenbeirat hat eine riesige Aufgabe.“

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