Wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt die Polizei in Feuchtwangen gegen einen 17-jährigen Jugendlichen.
Am vergangenen Mittwoch, 10. April, war es zunächst zu einem handgreiflichen Streit des 17-Jährigen mit einem 15-Jährigen auf dem Schulhof der Mittelschule Feuchtwangen-Land gekommen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag auf Anfrage der FLZ mit. Die Polizei hat dazu Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen.
Am Donnerstagvormittag, so der Polizeisprecher weiter, gingen dann einige Schüler zum Rektor der Schule und zeigten ein Foto aus einem Social-Media-Kanal, das den älteren der beiden Kontrahenten mit einer Waffe zeigt.
Der Schulleiter befürchtete, dass der Jugendliche bewaffnet in die Schule kommen könnte. Er versperrte, so das Polizeipräsidium weiter, für etwa eine halbe Stunde die Zugangstüren des Gebäudes und informierte die Polizei Feuchtwangen über die Situation.
Streifenbeamte der Polizeiinspektion trafen den Jugendlichen schon wenig später im Stadtgebiet von Feuchtwangen an, kontrollierten ihn und fanden bei ihm tatsächlich eine Waffe. Allerdings handelte es sich um eine Softair-Pistole, die jedoch echten Waffen täuschend ähnlich sehen können. Munition in Form von Kügelchen dafür hatte der junge Mann nicht dabei.
Trotzdem wurde er angezeigt, weil man eine solche Waffe nicht ohne Erlaubnis in der Öffentlichkeit führen darf. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Beamten stellten die Pistole sicher, nahmen den 17-Jährigen mit auf die Wache und befragten ihn dort. Anschließend wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Konkrete Drohungen hatte der Jugendliche nicht ausgesprochen, merkte der Sprecher des Präsidiums an.