Schon wieder Sorgen: Doch kein Notarzt-Auto mehr für Uffenheim? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.08.2024 15:30

Schon wieder Sorgen: Doch kein Notarzt-Auto mehr für Uffenheim?

Das ausrangierte Bad Windsheimer Notarzt-Einsatzfahrzeug ist derzeit übergangsweise in Uffenheim im Einsatz. Wann dort das neue Auto eintrifft, ist noch unklar. (Archivfoto: Günter Blank)
Das ausrangierte Bad Windsheimer Notarzt-Einsatzfahrzeug ist derzeit übergangsweise in Uffenheim im Einsatz. Wann dort das neue Auto eintrifft, ist noch unklar. (Archivfoto: Günter Blank)
Das ausrangierte Bad Windsheimer Notarzt-Einsatzfahrzeug ist derzeit übergangsweise in Uffenheim im Einsatz. Wann dort das neue Auto eintrifft, ist noch unklar. (Archivfoto: Günter Blank)

Seit April ist das Uffenheimer Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) kaputt: Es hat einen Motorschaden. Notärzte sprachen gegenüber unserer Zeitung von einem Totalschaden. Seitdem müssen sie mit dem ausrangierten Fahrzeug aus Bad Windsheim zu ihren Notfällen ausrücken. Die Ersatzbeschaffung, also ein neues Auto, lässt bis heute auf sich warten.

Seit geraumer Zeit haben die Notärzte aus Bad Windsheim und Uffenheim einen gemeinsamen Dienstplan. Beide Standorte blieben erhalten, jede Stadt behielt ein Notarzt-Einsatzfahrzeug. Das war dem ehemaligen Landrat Helmut Weiß wichtig. Als im Frühjahr das Uffenheimer NEF einen Motorschaden erlitt, brodelte schnell die Gerüchteküche: Womöglich nutzen die Verantwortlichen diesen Zwischenfall, um Uffenheim das Auto wegzunehmen, wurde gemunkelt. Landratsamt und Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) hatten entschieden widersprochen.

Mitarbeiter macht neuen Landrat aufmerksam

Wie am Rande des Besuchs von Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Dienstag in Uffenheim bekannt wurde, warten die Notärzte dort noch immer auf ihr neues Einsatzfahrzeug. Als Übergangslösung stellte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) das ausrangierte Bad Windsheimer NEF zur Verfügung – ein BMW X3. Lange Zeit aber haben die Einsatzkräfte jetzt nichts mehr von der versprochenen Neubeschaffung gehört, fühlen sich vergessen.

Seitdem hat der Landkreis auch den Landrat gewechselt. Ein Rettungsdienstmitarbeiter aus Uffenheim machte den „Neuen“ Dr. Christian von Dobschütz nun auf die noch ausstehende Lieferung aufmerksam. Die mehrmonatige Wartezeit führte nach seinen Auskünften dazu, dass die Gerüchteküche erneut dampft: Die Angst ging wieder um, dass Uffenheim stillschweigend eben doch kein Fahrzeug mehr bekommt. Landrat von Dobschütz zeigte sich über diese Mitteilung durchaus erstaunt: Der Diespecker war davon ausgegangen, dass sich dieses Thema längst erledigt hat. Noch von der Alten Post aus – dort war Ministerin Gerlach am Dienstag empfangen worden – rief er seinen Büroleiter Bastian Kallert an. Der konnte gleich beruhigen.

„Der ZRF und der Landkreis sehen nach wie vor die Erforderlichkeit eines eigenen NEFs für Uffenheim“, betont Kallert im Gespräch mit unserer Redaktion. Das hätten Vertreter des Rettungszweckverbands ihm gegenüber noch einmal bekräftigt. Es habe eine Runde mit den zuständigen Akteuren gegeben – „die Zusage für eine Ersatzbeschaffung liegt vor“. Weshalb sich die Auslieferung des neuen Wagens so verzögert? Offenbar hatte es in der Kommunikation Missverständnisse gegeben. Kallert: „Die Uffenheimer Information, dass es mit einem neuen Fahrzeug schlecht aussieht, stimmt definitiv nicht.“ Als weiterer Akteur ist auch die „Arge Kostenträger“ noch mit im Boot, erklärt Kallert, ein Zusammenschluss von Krankenkassen.

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Der Ausliefertermin bleibt vorerst unklar

„Jetzt bringen sich alle Akteure erst einmal auf einen Stand“, beschrieb Bastian Kallert das weitere Vorgehen. „Seit 2010 werden die Notarzt-Einsatzfahrzeuge analog zu den übrigen Einsatzfahrzeugen im Rettungsdienst zentral durch die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) standardisiert für alle Durchführenden beschafft“, heißt es auf der BRK-Homepage. Auch im Uffenheimer Fall müsse also ein BRK-Vertreter aufs Knöpfchen drücken, um das Uffenheimer NEF zu bestellen, bestätigt Kallert.

Wann das dann am Standort eintrifft? Da wagt sich derzeit noch niemand zu weit aus der Deckung. Kallert betont nur nochmals: Alle Akteure sähen die Erforderlichkeit. Bis zur Auto-Lieferung muss das alte Bad Windsheimer Fahrzeug noch ein bisschen durchhalten. „Besser als nichts“, heißt es aus Uffenheimer Rettungskreisen.

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