Wünsche erfüllen durch das Sammeln von Kronkorken? Das geht! Dank der Familien Schulz und Wörle in Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Rothenburg werden diese verschrottet und der Erlös gespendet. Die Spende soll es schwerstkranken Menschen ermöglichen, noch einmal an ihren Lieblingsort zurückzukehren.
Kronkorken sind im Haushalt alltäglicher Begleiter – sie sind auf Bier-, Limonaden- oder auch Wasserflaschen zu finden, heißt es in einer Mitteilung der Organisierenden. Aber nicht nur das: Sie sind gut zu recyceln. Sowohl das enthaltene Weißblech als auch Aluminium werden beim Schrotthändler gegen Geld abgegeben, heißt es. Ziel der aktuellen Aktion sei es, so viele Kronkorken wie möglich zu sammeln, damit vielen Menschen ein Wunsch erfüllt werden könne.
Seit 2022 gibt es die Sammelaktion bereits, erinnert sich Daniel Schulz, einer der Mitorganisierenden. Damals haben sich die Familien Wörle und Schulz mit der Jugendfeuerwehr zusammengeschlossen, um die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg zu unterstützen. 1,5 Tonnen Kronkorken wurden im Rahmen der damaligen Aktion gesammelt.
Ein guter Auftakt, denn die Aktion wurde – aufgrund der hohen Nachfrage – weitergeführt. „Mittlerweile wissen die Leute schon, dass sie ihre Kronkorken einfach an den Sammelstellen abgeben können“, freut sich Markus Wörle. Seit 2023 agieren die Familien in Eigenregie, mit dem Ziel, in der Region zu helfen und Gutes zu tun. Einen Partner, der die Container kostenlos stellt, sie wieder abholt und auch die wertvollen Metalle abkauft, haben sie in einer ortsansässigen Firma gefunden. „Anders würden wir das gar nicht schaffen“, erklärt Markus Wörle. Im ersten Jahr hatten sie die Materialien Weißblech und Aluminium noch fein säuberlich getrennt, erinnert er sich. Das sei jedoch aufgrund des Zeitaufwands nicht mehr möglich.
Das Ergebnis der Sammelaktion des Vorjahres konnte sich sehen lassen: 2,8 Tonnen waren es, die während der Zeit zusammenkamen – also drei volle Container. 2023 wurde die Summe an die Rothenburger Tafel gespendet. Gesammelt hatten dabei Firmen und Vereine der Region, aber auch die Feuerwehren Neusitz und Gebsattel beteiligten sich mit jeweils eigenen Sammeltonnen im Gebiet. So kam laut Mitteilung eine Spendensumme von insgesamt 600 Euro zusammen.
In diesem Jahr haben sich die Familien auf die Fahne geschrieben, Wünsche zu erfüllen. Menschen, die schwerstkrank sind und sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden, haben durch den Wünschewagen Franken-Oberpfalz die Möglichkeit, gut umsorgt noch einmal an ihren Lieblingsort zurückzukehren. Dieses Projekt sei ausschließlich spendenfinanziert, heißt es.
Erwünscht sind alle Arten von Kronkorken, die zuhause üblicherweise im Restmüll landen – wo sie aber gar nicht hingehören, wissen die Organisierenden. Andere Metalle wie Schraubverschlüsse, Gläserdeckel oder Teelichtbehälter werden nicht angenommen. Die Sammelstellen befinden sich in der Lauterbachstraße 41, im Ulmenweg 7 oder im Weinreich Wertstoffhof, Igelsbach 7.
„Wir sammeln, solange, wie es geht“, betont Daniel Schulz. Wer Fragen hat, kann diese per E-Mail an kronkorken.rothenburg@gmail.com loswerden.