Markus Krösche hat die Zukunft von Trainer Albert Riera bei Eintracht Frankfurt weiter offen gelassen. „Ich werde heute mit Ihnen nicht über Personalien sprechen“, antwortete Krösche auf die Frage, ob das 2:2 gegen den VfB Stuttgart am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga das letzte Spiel von Riera als Coach der Eintracht gewesen sei.
Krösche wolle zunächst alles „sacken“ lassen. „Und dann werden wir natürlich in die Analyse gehen. Das ist ja auch ganz klar. Und dann schauen wir mal, wie wir es angehen“, erklärte der 45-Jährige.
Die Fans jedenfalls haben mit Riera schon abgeschlossen. Die Frankfurter Anhänger rollten zum Ende des Spiels ein Banner mit den Worten „Nada de gracias, Alberto“ aus. Das bedeutet übersetzt so viel wie „Danke für Nichts, Alberto.“ Er akzeptiere die Kritik, sagte Riera. „Wenn man nicht gewinnt, ist man nicht gut genug.“
Der exzentrische Spanier kam Anfang Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller zur Eintracht. Seine Bilanz mit vier Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen und einem Durchschnitt von 1,21 Punkten pro Begegnung ist durchwachsen. Einen noch schlechteren Wert als Riera im Oberhaus hatte zuletzt Armin Veh in der Saison 2015/2016 (0,96 Punkte).
„Für Albert war das sicherlich keine einfache Situation hier bei uns. Das muss man ehrlicherweise sagen“, äußerte Krösche über seinen Wunschtrainer, der in seiner bislang dreieinhalbmonatigen Amtszeit mit Spielern wie Jonathan Burkardt und auch der Presse aneckte.
© dpa-infocom, dpa:260516-930-88733/1