Emotionales Ende einer aktiven Schiedsrichterkarriere: Deniz Aytekin hat vor und auch nach seinem letzten Bundesligaeinsatz vor laufender Kamera geweint. „Es ist schwer zu beschreiben. Nach so vielen Jahren Bundesliga ein Teil der Fußballfamilie zu sein und zu wissen, man verlässt jetzt diese Familie, das ist schon nicht einfach“, sagte Aytekin bei Sky. „Ich bin zutiefst dankbar.“
Aytekin leitete als letztes Bundesliga-Spiel das 5:1 des Meisters FC Bayern gegen den 1. FC Köln. Auch schon vor dem Einsatz zeigte der 47-Jährige Emotionen. „Das ist gerade echt schwer“, sagte er vor dem Anpfiff und stammelte danach einige Male: „Boah, schwer. Echt schwer.“ Danach kamen dem Unparteiischen die Tränen.
Aytekin scheidet aus Altersgründen als Schiedsrichter aus. Er habe die Gabe, „die schweren Momente schnell zu vergessen und die schönen einzupacken“, sagte der Schiedsrichter im Rückblick auf seine Karriere. „So lange dabei zu sein, so viele Emotionen zu erleben, das ist schwer in Worte zu fassen. Die besonderen Momente werde ich nicht vergessen.“
Auch die Referees Patrick Ittrich, Tobias Welz und Frank Willenborg beenden ihre Karrieren. Für Ittrich war das 4:0 des 1. FC Union Berlin gegen den FC Augsburg der 94. und letzte Bundesliga-Einsatz. Der 47-Jährige weinte ebenfalls nach Abpfiff, bevor er beim Gang in die Kabine eine kurze La Ola startete und Autogramme schrieb.
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