Airbags, hochstabile Materialien und Co sollen in Autos für Sicherheit sorgen. Wenn es zu einem Unfall kommt und Insassen geborgen werden müssen, können diese sowie Kraftstofftank oder elektrische Systeme die Rettung aber erschweren. Wer eine sogenannte Rettungskarte an Bord hat, hilft den Rettungskräften bei der Orientierung.
Denn diese enthält eine schematische Darstellung des eigenen Autos, erläutert die Prüforganisation Dekra. Und die gibt etwa Aufschluss darüber, wo Spreizer und Schere an der Karosserie angesetzt werden können, um Eingeschlossene schnell freizuschneiden.
Außerdem enthält sie Infos darüber, wo genau sich Batterie und Kraftstofftank befinden und wie vermieden werden kann, Airbags nachträglich noch auszulösen. Bei E-Fahrzeugen kann man der Rettungskarte entnehmen, wie das Hochvoltsystem deaktiviert werden kann.
Die jeweiligen Fahrzeughersteller bieten laut Dekra in der Regel Rettungskarten für die einzelnen Modelle kostenlos zum Download an. Informationen rund um die Rettungskarte sowie Links zu den Herstellerseiten bietet die Dekra auch auf ihrer Internetseite an. Auch einen Hinweisaufkleber erhält man demnach über diese Seite.
Und woher wissen die Rettungskräfte, dass eine Rettungskarte an Bord ist - und wie kommen sie nach einem Unfall ran? Die Dekra in Berlin rät: die Rettungskarte hinter die Sonnenblende auf der Fahrerseite stecken. Außerdem an der Windschutzscheibe unten oder oben links den Hinweisaufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ anbringen.
Gut zu wissen: Einsatzkräfte in ganz Europa sind mit der Arbeit mit Rettungskarten vertraut.
© dpa-infocom, dpa:260602-930-163312/1