Renault bringt den Twingo zurück und heizt mit dem Comeback des Kultautos den Preiskampf unter den elektrischen Kleinwagen weiter an. Die Franzosen wollen den kleinen Cityflitzer in diesem Sommer als neu entwickeltes Elektroauto zu Preisen ab 19.990 Euro verkaufen. Sie kommen damit unter anderem dem VW-Konzern zuvor, der seinen E-Einsteiger für etwa 20.000 Euro vermutlich als ID.Up erst im nächsten Jahr einführen wird.
Renault hat beim Twingo E-Tech zwar mit spitzem Stift kalkuliert, aber nicht an Charme und Raffinesse gespart: So gibt es nicht nur Retrodesign, poppige Farben und verspieltes Zubehör, sondern auch Platz.
Weil die Rückbank um 17 Zentimeter verschoben werden kann, bietet der Twingo trotz 3,79 Meter Länge und 2,49 Meter Radstand unerwartet viel Raum für die Knie der Mitfahrer auf der Hinterbank - oder für Koffer. Das Ladevolumen beziffern die Franzosen je nach Sitzstellung mit 205 oder 305 Liter, erweitert sind es rund 1.000 Liter.
Gespart wird dafür beim Antrieb: Die E-Maschine an der Vorderachse hat lediglich 60 kW/82 PS und der Akku 27,5 kWh Kapazität. Das reicht laut Renault im Normzyklus für 263 Kilometer, nach denen bei Ladeleistungen von 11 und 50 kW Geduld gefragt ist, bis der Akku wieder voll ist. Auch beim Fahren lässt es der Twingo langsam angehen: Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 12,1 Sekunden und bei 130 km/h ist Schluss.
Zwar hat Renault mit dem Twingo die europäische Konkurrenz im Preiskampf durch die Bank weg unterboten, will sich darauf aber nicht ausruhen. Bald soll auf der gleichen Basis auch ein Modell der Konzerntochter Dacia kommen und den Umstieg auf die E-Mobilität noch einmal etwas günstiger machen.
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