Im Naturschutzgebiet Scheerweiher hat es ein größeres Fischsterben gegeben. Auf Hinweise von Spaziergängern hin konnten rund 700 tote Karpfen festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ist tätig geworden, hat die Ermittlungen inzwischen aber eingestellt, weil keine „strafrechtliche Verantwortlichkeit” gesehen wird.
Oberstaatsanwalt Jonas Heinzlmeier bestätigte auf FLZ-Anfrage, dass seine Behörde ein Ermittlungsverfahren geführt hat. Eine klare Ursache für das Karpfensterben habe sich allerdings nicht ergeben, so Heinzlmeier.
Tatsächlich bestätigten sich Gerüchte, dass ein Biber den Damm der Teichkläranlage in Dornberg aufgegraben habe und ungeklärtes Schmutzwasser in den Scheerweiher gelangt ist. „Allerdings war die Menge nach Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach nicht so groß, dass es die Wasserqualität des Scheerweihers nennenswert beeinträchtigt hat”, so Heinzlmeier.
Inzwischen sei der Damm aber wieder verfüllt, sagt der Oberstaatsanwalt. Wie man mit dem Treiben des Bibers umzugehen habe, sei die Sache des städtischen Umweltamtes.
Es wird vermutet, dass mehrere Faktoren zusammenspielten. Zur Zeit des Fischsterbens hat im Weiher Niedrigwasser mit entsprechender Sauerstoffversorgung geherrscht. In den Wochen zuvor könnten auch durch starke Niederschläge mehr Gülle von den Feldern eingetragen worden sein.
Letztendlich könnte es sich auch um eine Infektionskrankheit handeln, weil auffällig ist, dass nur Karpfen von dem Fischsterben betroffen waren. Das Wasserwirtschaftsamt hat einen der toten Fische ins Labor geschickt. Vielleicht kommt man dort dem rätselhaften Fischsterben auf die Spur.