Quadro Nuevo bringt Glücksmomente nach Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.02.2026 10:00

Quadro Nuevo bringt Glücksmomente nach Dinkelsbühl

Quadro Nuevo mit dem Dinkelsbühler Gitarristen Philipp Schiepek (rechts) sorgten im Schrannenfestsaal Dinkelsbühl für Glücksmomente. (Foto: Martina Haas)
Quadro Nuevo mit dem Dinkelsbühler Gitarristen Philipp Schiepek (rechts) sorgten im Schrannenfestsaal Dinkelsbühl für Glücksmomente. (Foto: Martina Haas)
Quadro Nuevo mit dem Dinkelsbühler Gitarristen Philipp Schiepek (rechts) sorgten im Schrannenfestsaal Dinkelsbühl für Glücksmomente. (Foto: Martina Haas)

Über 3000 Konzerte in den vergangenen 25 Jahren, knapp 70.000 Gäste und fast 4000 Musikerinnen und Musiker: Die Chronik des Dinkelsbühler Jazzclubs kann sich sehen lassen. Alle Stilarten sind immer freitags im Schrannenkeller zu hören. Und wenn es eine Band gibt, die das alles stilsicher vereint, dann ist es Quadro Nuevo.

Die Band feiert in diesem Jahr selbst einen runden Geburtstag: Die Jugendfreunde Mulo Francel (Saxofon) und Didi Lowka (Bass) gründeten 1996 das Ensemble Quadro Nuevo. Mit dem Akkordeonisten Andreas Hinterseher haben sie seither unzählige Orte von Helsinki bis Hongkong, vom Kaukasus bis New York bereist. Immer wieder haben sie dabei auch einen kurzen Stop in Dinkelsbühl eingelegt. Am Donnerstagabend gastierten sie hier seit 2001, als der Jazzclub aus der Taufe gehoben wurde, zum dritten Mal.

Heimspiel für Musikprofessor

Dieses Mal brachten sie einen Musiker mit, der es nicht weit hat in die Dinkelsbühler Schranne: den Gitarristen Philipp Schiepek, der mittlerweile wieder in seiner Heimatstadt lebt. Was ihn aber nicht davon abhält, seine Karriere weiter voranzutreiben. Nicht nur auf deutschen und internationalen Bühnen. Seit Kurzem ist er auch Professor für Jazzgitarre an der Hochschule für Musik und Theater München.

In den ausverkauften Festsaal brachte das Quartett ein Quantum Glück: „HAPPY Deluxe” haben sie ihr Programm genannt, das als Gegenentwurf zu all den Krisen in der Welt gelten kann. Musik verbindet, und die Musiker auf der Schrannenbühne haben die vielen musikalischen Einflüsse, die sie auf ihren Reisen kennengelernt haben, miteinander verbunden. Das Ergebnis: berührende musikalische Porträts von Orten und Menschen.

Eigenkompositionen fügen sich ins Ensembleprogramm

Für ihn sei es aufregend und schön zugleich, ein Heimspiel zu haben, meinte Philipp Schiepek. Der Gitarrist bewegt sich musikalisch an den Schnittstellen der Genres. Dass seine Eigenkompositionen sich gut einfügen ins „HAPPY Deluxe”-Programm der Kollegen von Quadro Nuevo war bei seinen eigenen Stücken wie „The Great White Open” spür- und hörbar.

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Überhaupt sind Quadro Nuevo und Schiepek ein eingespieltes Team. Die Vier waren im vergangenen Jahr auf Samos, und die Schönheit der ägäischen Inselwelt, die sie dort wohl erlebt haben, spiegelte sich im Stück „Erotiko” von Nikos Xydakis wider, das Mulo Francel klangästhetisch mit seinen Saxofon-Linien umrankte.

Eine Stadt wird lebendig

Eine ganze Stadt ließ die Band vor dem inneren Auge des Publikums lebendig werden, ihre Gerüche, ihre Stimmungen: Antakya, eine Stadt im Südosten der Türkei nahe der syrischen Grenze. Im Altertum hieß dieser Ort Antiochia. Quadro Nuevo war vor bald 20 Jahren dort, um eine Filmmusik aufzunehmen.

Dieser Ort blickt auf eine lange Tradition der friedlichen Koexistenz verschiedener Religionen und Volksgruppen zurück, erinnerte sich Didi Lowka in Dinkelsbühl an diese Reise. Antakya, wo die verschiedenen Religionen Toleranz im Alltag vorleben. Wieder so ein kurzer, glücklich machender kleiner Gegenentwurf zu all den Krisen und Kriegen in der Welt.

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