Polizei will in Wassertrüdingen verstärkt Präsenz zeigen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 20.12.2023 10:43

Polizei will in Wassertrüdingen verstärkt Präsenz zeigen

Die Unterkunft für Geflüchtete in Wassertrüdingen: Nach Aussage von Bürgermeister Stefan Ultsch deutet aktuell noch nichts darauf hin, dass hier noch im laufenden Jahr Schutzsuchende ankommen werden. (Foto: Peter Tippl)
Die Unterkunft für Geflüchtete in Wassertrüdingen: Nach Aussage von Bürgermeister Stefan Ultsch deutet aktuell noch nichts darauf hin, dass hier noch im laufenden Jahr Schutzsuchende ankommen werden. (Foto: Peter Tippl)
Die Unterkunft für Geflüchtete in Wassertrüdingen: Nach Aussage von Bürgermeister Stefan Ultsch deutet aktuell noch nichts darauf hin, dass hier noch im laufenden Jahr Schutzsuchende ankommen werden. (Foto: Peter Tippl)

Aktuell deute nichts darauf hin, dass noch in diesem Jahr Geflohene in Wassertrüdingen ankommen werden. Das hat Bürgermeister Stefan Ultsch jetzt bei seinem Bericht zum aktuellen Sachstand hinsichtlich der Unterkunft im Stadtrat erklärt.

Zudem berichtete er von einem Termin mit Behörden an der Unterkunft. Der Innenbereich sei eingerichtet und die Heizung installiert. Zwei Mitarbeiter der Verwaltung kümmerten sich um den Pachtvertrag mit dem Landratsamt Ansbach. Gespräche mit dem Helferkreis und dem Roten Kreuz seien gelaufen.

Darüber hinaus habe die Polizei auch angesichts des Brandanschlages beim Aufbau der Unterkunft verstärkte Kontrollfahrten zugesichert. Als Zwischenlager für Kleidung oder Lebensmittel sei das ehemalige AWO-Vereinsheim am Schobdacher Weg anvisiert, so der Rathauschef, der auch von Räumen im Kulturtreff sprach.

Offene Fragen zur ärztlichen Versorgung

Während Ultsch keine Anzeichen für eine Ankunft der geflohenen Menschen in der neuen Unterkunft noch in diesem Jahr sah, sagte Stadträtin Katharina Bucher (SPD/Offene Liste), in den Hotels Seebauer und Sonne würden Schutzsuchende bereits rund um die Uhr unterstützt. Dabei sei aber noch offen, wie diese Menschen ärztlich versorgt werden, vor allem müsse da die Finanzierung geklärt werden.

Ein nicht vor Ort ansässiger Arzt wäre bereit, die beiden wöchentlichen Sprechstunden zu übernehmen. Indes könne die Wassertrüdinger Ärzteschaft, um die Versorgung der Bevölkerung zu garantieren, keine zusätzlichen Patienten übernehmen.

Das könnte Sie auch interessieren
Vier Stunden lang vereidigt und diskutiert: Das ist der neue Uffenheimer StadtratUnstimmigkeiten: So lief die konstituierende Sitzung in WindsbachMitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-ProjektVerabschiedung von Rothenburger Stadträten: 282 Jahre ErfahrungViel Applaus und Standing Ovations für ehemalige Stadtratsmitglieder in RothenburgThomas Härpfer vom Stellvertreter-Posten in Leutershausen verabschiedetKünftig gibt es mehr Sitzungen für die Stadtratsmitglieder von AnsbachMut zu Veränderungen in Heilsbronn: Bürgermeisterin Didion und der Rat legen losInteressengemeinschaft macht gegen große Biogas-Anlage in Feuchtwangen mobilIm Stadtrat Wassertrüdingen: Neues Bürgerbündnis scheitert mit VorstoßNeue Schulden und neue Projekte: Hier will sich Windsbach 2026 modernisierenPremiere in Schillingfürst: Großer Andrang bei erster Sitzung von Markus DinzlStadtrat in Herrieden wählt Posten: „Verpasste Chance für neues Miteinander”Wieder ohne Bürgermeister-Eröffnungssprung: Uffenheimer Freibad startet am FreitagStart des Wassertrüdinger Stadtrates: Jörg Edelmann bekommt Amtskette

Die Geflohenen seien nicht krankenversichert. Sie riefen beim Helferkreis an und müssten ihre medizinische Versorgung über den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder die Notrufnummer erhalten. Und da sehe sie allerdings sozialen Sprengstoff, sagte Stadträtin Bucher.

Als nicht korrekt bezeichnete sie die Ausführungen von Bürgermeister Ultschs zum AWO-Heim. Jedoch bekräftigte der Rathauschef dessen Nutzung als Zwischenlager. Das Bauamt habe sich der Sache angenommen. Derweil regte Peter Wittmann (CSU) an, einen öffentlichen Appell an die Regierung und das Landratsamt zu richten, damit sie die Kosten der ärztlichen Versorgung übernehmen: „Die Behörden sind in der Pflicht zu unterstützen.“ Der Stadtrat habe ein einstimmiges Votum für die Aufnahme der Geflüchteten gesendet und sich damit beispielhaft für den gesamten Landkreis verhalten, betonte Wittmann. Dazu ergänzend meinte sein Fraktionskollege Michael Hellwig, wenn die Bedingungen nicht eingehalten würden, könne der Pachtvertrag gelöst werden und die Unterkunft nicht in Betrieb gehen.


Von Peter Tippl
north