Pech für Marco Fetz: Nachts streikt der Motor | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.09.2024 15:36

Pech für Marco Fetz: Nachts streikt der Motor

Mit einem Motorschaden schied Marco Fetz beim Bol d’Or nach 13 Stunden aus. (Foto: Fetz Racing)
Mit einem Motorschaden schied Marco Fetz beim Bol d’Or nach 13 Stunden aus. (Foto: Fetz Racing)
Mit einem Motorschaden schied Marco Fetz beim Bol d’Or nach 13 Stunden aus. (Foto: Fetz Racing)

Einen schweren Stand hatte Marco Fetz in Le Castellet im Süden Frankreichs. Dort fand der 4. und letzte Saisonlauf der Endurance World Championship (EWC) der Motorradfahrer statt. Nach 13 der 24 Stunden beim Bol d’Or genannten Rennen gab seine Maschine den Geist auf.

Der Kleinbreitenbronner bildete mit Bastian Ubl und Daniel Rubin ein Team für Motobox Kremer Racing. Nach Platz 10 bei den 24 Stunden von Le Mans und Rang 14 bei den 8 Stunden in Spa war das Trio gewillt, den Ausfall beim 3. Lauf in Suzuka zum Abschluss der Rennserie vergessen zu machen.

Für Fetz, der sonst eine andere Maschine fährt, galt es zunächst, sich wieder an die Yamaha R1 zu gewöhnen. Außerdem war der Circuit Paul Ricard neu für ihn. Die Strecke ist bekannt für die 1,8 km lange Mistral-Gegengerade. Dort haben die Profiteams, die eine realistische Siegchance haben, deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Kremer Racing. Für das Trio um Fetz galt es, so gut es geht dagegenzuhalten.

Letzter aus dem Startfeld

Bei den Trainings- und Quali-Läufen gab es ein erstes Problem. Rubin bekam einen Steinschlag auf den Fuß und musste sich bis zum Rennstart schonen. Am Ende der Qualifikation stand Startplatz 26 unter 45 Motorrädern für Kremer Racing.

Fetzt hatte dann das Vergnügen, den Le-Mans-Start zu absolvieren. Dabei rennen die Fahrer nach dem Startsignal über die Strecke zu ihren Maschinen, müssen sie starten und fahren dann los. Für Fetz diesmal ein zweifelhaftes Vergnügen: Die Yamaha R1 sprang sehr schlecht an und er kam als letzter weg.

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Im Rennen lief die Maschine, Fetz war mit seinen Rundenzeiten zufrieden. Nach 21 Runden stand der erste Fahrerwechsel an. Rubin übernahm, der übergab später an Ubl, der dann im dritten Stint Pech hatte: Das Hinterrad rutschte weg und er stürzte.

Äußerlich war dem Motorrad wenig passiert. Die Reparaturen in der Box wurden zügig erledigt und Fetz übernahm wieder die Maschine. Er bemerkte aber direkt nach dem Wegfahren, dass die Gabel auch beschädigt worden war, stieg ab und schob die Yamaha in der Boxengasse zurück zum Team. Die Mechaniker bauten die Gabel aus dem Ersatzbike aus- und in der Rennmaschine ein, was etwa 42 Minuten dauerte.

Danach rollte es wieder und die Maschine schien gut zu laufen. Das Trio arbeitete sich bis in die Nacht hinein auf Platz 29 nach vorne.

Im vierten Gang war Ende

Dann aber das jähe Ende: Fetz donnerte in seinem sechsten Stint die Start-Ziel-Gerade entlang, als er nur bis zum vierten Gang hochschalten konnte und dann schlagartig die Motorleistung nachließ. Nach der Boxenmauer stoppte Fetz das Bike und schob es abermals in der Boxengasse zum Team.

Diesen Schaden konnten die Mechaniker nicht mehr reparieren. Nach 13 Stunden war das Bol d’Or für Kremer Racing beendet.

Fetz ließ verlauten: „Super schade, dass wir das letzte Rennen der EWC-Saison aufgrund eines technischen Defektes in der Nacht nicht beenden konnten. Ein Sturz von einem meiner Teamkollegen zu Beginn machte es schwierig für uns zurückzukommen.“ Mit seinen Leistungen und Rundenzeiten sei er aber „sehr zufrieden“.

In Le Castellet kam Kremer Racing nicht in die Wertung. Im abschließenden Saisonranking der EWC liegt das Team auf Platz 14. Für Marco Fetz geht es am Sonntag, 22. September, mit zwei Rennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in Hockenheim weiter. Auch dort steht das Saisonfinale an.

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