Ein wenig ratlos ist Stefan Muschler, Hauptorganisator des zweitägigen Open Airs in Milmersdorf, auch zwei Tage, nachdem die Lichter ausgegangen sind. „Der Publikumszuspruch war sehr überschaubar“, stellt er fest. Nur wenige Musikfreunde fanden den Weg in den Sachsener Ortsteil.
Die Veranstaltung war eine Premiere im Dorf, das nur einen halben Kilometer von Sachsen bei Ansbach entfernt liegt. Zielgruppe waren Bürger aus Sachsen und den Ortsteilen, Einwohner der kommunalen Allianz Kernfranken, Angehörige der US-Armee und alle Musikliebhaber der beiden Bands, die spielten: Am Freitag gab es Oktoberfeststimmung mit „Die Kirchdorfer“ und am Samstagabend Rock vom Feinsten mit „BAF“.
Das Open Air auf die Beine gestellt hat die Unabhängige Wählergemeinschaft, die auch schon mal das Bürgerfest vor ein paar Jahren organisiert hat. Der damalige Erfolg brachte den Stein ins Rollen – deshalb startete man vor eineinhalb Jahren mit den Vorbereitungen.
90 ehrenamtliche Helfer waren für die Veranstaltung mehrere Tage lang im Einsatz – um sie und die beiden Bands tut es Stefan Muschler besonders leid. Aber: „Von den Besuchern, die da waren, haben ich und das Team nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagt der Organisator im Nachgang. „Es lief alles friedlich ab, und die Organisation hat gut geklappt.“
Die Gemeinde unterstützte das Open Air und stellte die Buden kostenlos zur Verfügung. Doch Warteschlangen vor den Essens- und Getränkeständen oder der Cocktail-Bar blieben aus – genau wie die erwarteten Fahrzeuge auf den Wiesenflächen rund ums Dorf. Ob es eine Wiederholung gibt und wie hoch der finanzielle Verlust ist, weiß Stefan Muschler noch nicht. Jetzt sei die Nachbetrachtung das A und O.
Das idyllisch gelegene Veranstaltungsgelände mitten im Dorf und mit viel Grün drumherum war nicht bestuhlt und hatte bewusst „Picknick-Charakter“, wie Stefan Muschler erzählt. Ein Fest für alle sollte es sein: Tanzen vor der Bühne oder gemütlich auf einer Decke im Gras liegen, war der eigentliche Plan für das Open Air.