Bevor man sich für einen Kaminofen entscheidet, ist es wichtig, die richtige Heizleistung für die eigenen Bedürfnisse zu bestimmen. Diese sogenannte Dimensionierung beeinflusst nicht nur die Heizeffizienz, sondern auch das Wohlbefinden und die Betriebskosten.
Die Heizleistung eines Kaminofens wird in Kilowatt angegeben und beschreibt, wie viel Wärme der Ofen an den Raum abgibt. Dieser Wert hängt vor allem von der Größe des Raums und dessen Isolierung ab.
Hierbei gibt es einige Faustregeln zur Orientierung: Bei Altbauten von vor 1977 braucht man etwa ein Kilowatt pro sieben Quadratmeter. Bei neueren Gebäuden ist es wiederum ein Kilowatt pro elf Quadratmeter und bei modernen Niedrigenergiehäusern etwa ein Kilowatt für bis zu 20 Quadratmeter. Für Räume mit Wassertasche sollte die Leistung nochmal höher ausfallen, da bis zu 70 Prozent der Wärme in das Heizungssystem übertragen werden.
Mit diesen Faustregeln würde eine Berechnung beispielsweise wie folgt aussehen: Ein 40 Quadratmeter großes Wohnzimmer in einem Neubau benötigt einen Kaminofen mit etwa zwei Kilowatt. Mit Wassertasche sollten es vier bis fünf Kilowatt sein. Im Altbau würde ein 40 Quadratmeter Raum wiederum besser mit einem sechs Kilowatt-Kaminofen beheizt werden, bei Wassertasche sogar mit 10 Kilowatt.
Bei der Dimensionierung sollte man vor allem beachten, dass ein zu großer Kamin den Raum oft überheizen kann. Das führt dazu, dass weniger Holz verbrannt wird und somit die Effizienz des Ofens beeinträchtigt. Insgesamt ist eine Volllast optimal, denn Kaminöfen arbeiten am effizientesten und umweltfreundlichsten, wenn sie mit voller Leistung betrieben werden. Daher sollte der Ofen weder zu klein noch zu groß für den Raum sein.