„Mobilität. Reisen. Glück!“ Unter diesem Motto stand die Hauptversammlung des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). 88 Delegierte aus den acht Landesverbänden wählten das Präsidium für die kommenden vier Jahre und stellten die Weichen für die Zukunft des Clubs.
Zum neuen Präsidenten wählten die 88 Delegierten im Kur- und Kongress-Center in Bad Windsheim den bisherigen Vize-Präsidenten Prof. Jürgen Wrede, heißt es in einer Pressemitteilung des Clubs. Er folgt auf Gerhard Aldebert, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidierte. Für sein jahrzehntelanges Engagement unter anderem auch als Vize-Präsident bekam er die Ehrenmitgliedschaft verliehen und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Neue Vize-Präsidentin ist Britta Albrecht. Thomas Brockmann wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Neu im Präsidium ist Christian Aldebert, der als Rechtsanwalt seine juristische Expertise einbringen soll.
Wrede betonte, dass der Club mit rund 166.000 Mitgliedern in den vergangenen Jahren viel erreicht habe. Sinnbildlich für schwierige Zeiten sagte er: „Das Meer wird stürmischer. Ich möchte dafür sorgen, dass wir auch in stürmischer See Kurs halten mit unserer Mannschaft.“ Der Kurs des ARCD bleibe deshalb in Zukunft unverändert, so Wrede: „Wir wollen unseren Mitgliedern bedarfsgerechten Service rund um ihre Mobilität bieten – unabhängig davon, wie und wohin sie unterwegs sind.“ Dazu gehören umfangreiche touristische Leistungen ebenso wie die vielfältigen Angebote im Schutzbrief- und Mobilitätsbereich.
Wrede richtete den Blick auf „die großen Herausforderungen unserer Zeit – beispielhaft exorbitant hohe Spritpreise, die Abhängigkeit von Öl und von Lieferwegen wie der Straße von Hormus”, heißt es im Schreiben. Wichtig sei es laut Wrede, die gesamte Bandbreite der Mobilität in Betracht zu ziehen: „vom Fahrrad über das E-Auto bis hin zum ÖPNV”.
Vier verkehrspolitische Schwerpunkte stünden in den kommenden Jahren im Mittelpunkt, hieß es in der Versammlung: die schrittweise und praxistaugliche Harmonisierung von Verkehrsvorschriften in Europa, bezahlbare und verfügbare Mobilität für alle, mehr Verkehrssicherheit im Radverkehr sowie verbesserte Barrierefreiheit auf Reisen. Sie alle verfolgen das Ziel, Mobilität einfacher, zugänglicher, verlässlicher und sicherer zu gestalten – damit sie für möglichst viele Menschen ein Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität bleibe, heißt es weiter.
In seinem Grußwort warb Landrat Dr. Christian von Dobschütz (CSU) bei den aus allen Richtungen Deutschlands angereisten Mitgliedern des ARCD für einen Besuch der Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim. „Eine Reise hat gewissermaßen drei schöne Zeiten“, wird von Dobschütz weiter zitiert: „Wenn wir sie planen, wenn wir sie erleben, und wenn wir uns davon erzählen. Genau dafür bleibt dieser ARCD tatsächlich auch eine wichtige Heimat.“
Gleichzeitig dankte der Landrat dem Club, dass er sich auch mit Themen beschäftige, die über das Reisen und Autofahren hinausgingen. Damit sprach er die Aktion „Gemeinsam flügge werden“ an, deren Schirmherr er ist. Mit dieser Aktion an den Grundschulen des Landkreises widmet sich der ARCD aktuell der Verbesserung der Schulwegsicherheit.
Reisen eröffnet neue Perspektiven und schafft Erlebnisse, die das persönliche Glück bereichern können. Diese Verbindung griff Gina Schöler, Trainerin, Speakerin und Initiatorin des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden, auf. Mit Leichtigkeit, Humor und überraschenden Denkanstößen lud sie dazu ein, vertraute Wege zu verlassen, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen und offen für Neues zu bleiben, teilt der ARCD mit.