Vielen ist das gelbe Band sicherlich schon aufgefallen. „Nach ersten Schätzungen soll die Apfelernte in der Region in diesem Jahr durchschnittlich ausfallen“, berichtet Volkmar Then, Kreisgartenfachberater am Landratsamt Ansbach.
Wegen der langen Trockenphase im Frühjahr und im Frühsommer kann es lokal zwar zu Mindererträgen kommen, im Schnitt ist jedoch eine weitgehend zufriedenstellende Ernte zu erwarten. Hinzu kommt die sogenannten Alternanz, also die bei Apfelbäumen typische zweijährige Schwankung des Fruchtertrags. Auch bei Birnen, Pflaumen und Zwetschgen ist mit einem Ertrag im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahren zu rechnen.
Durch den milden Winter hatten aber auch Obstschädlinge wieder gute Entwicklungschancen, berichtet Volkmar Then weiter. In diesem Jahr verursacht vor allem der Apfelwickler starke Schäden. Viel Obst fällt deshalb frühzeitig ab. Das gelbe Band an den Landkreis-Bäumen besteht wieder überwiegend aus kompostierbaren Obst- und Gemüsenetzen. Unter anderem wurden an folgenden Stellen bereits Bäume markiert.
Bei den Früchten handelt es sich sowohl um Tafel- als auch um Mostobst zur Saftherstellung. Geerntet werden können sowohl das Fallobst als auch die am Baum hängenden Früchte mittels Handernte, durch Schütteln des Baumes oder mithilfe eines Obstpflückers. Bei der Ernte dürfen keine Äste abgeschnitten oder abgebrochen werden. Außerdem ist es nicht erlaubt, auf die Bäume zu klettern oder sie mit einer Leiter zu besteigen. Bürger sollten nur an geeigneten Stellen parken und eine Warnweste tragen, wenn sie sich am Straßenrand befinden. Die Ernte erfolgt immer auf eigene Gefahr, eine Haftung wird ausgeschlossen.