Nur noch ein Bänkchen: Der Dorfverein Kleinsteinach ist obdachlos | FLZ.de

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Nur noch ein Bänkchen: Der Dorfverein Kleinsteinach ist obdachlos

(K)ein Prosit der Gemütlichkeit: Nadine Müller, Herbert Dill und Kathrin Krafft (von links) sind mit der aktuellen Situation in Kleinsteinach unzufrieden. (Foto: Johannes Zimmermann)
(K)ein Prosit der Gemütlichkeit: Nadine Müller, Herbert Dill und Kathrin Krafft (von links) sind mit der aktuellen Situation in Kleinsteinach unzufrieden. (Foto: Johannes Zimmermann)
(K)ein Prosit der Gemütlichkeit: Nadine Müller, Herbert Dill und Kathrin Krafft (von links) sind mit der aktuellen Situation in Kleinsteinach unzufrieden. (Foto: Johannes Zimmermann)

Seit einigen Wochen ist der Kleinsteinacher Dorfverein nun obdachlos. Nur ein kleines Bänkchen ist für Gemeinschaftstreffen geblieben, das allerdings nicht wetterfest ist. Nun hoffen die Bürgerinnen und Bürger, dass der Umbau ihres Feuerwehrhauses möglichst schnell startet.

Der Vorsitzende Herbert Dill, seine Stellvertreterin Nadine Müller und Schriftführerin Kathrin Krafft sitzen auf der Bank vor dem ehemaligen Feuerwehrhaus. Sie prosten sich mit einem Feierabend-Bierchen zu. Doch Feierstimmung will trotzdem nicht so recht aufkommen. Denn das fehlende Domizil für die Gemeinschaft trübt das Kleinsteinacher Dasein.

Auf der Agenda des Gemeinderats ist der Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses zum Dorfgemeinschaftshaus längst angekommen, im diesjährigen Haushalt sind auch entsprechende Mittel eingeplant. Die Räte hatten sich vor einigen Wochen auch das alte Gebäude angeschaut – das Kleinsteinacher Trio hat den Termin als „erfolgreich” und „positiv” wahrgenommen. „Aber jetzt rührt sich niemand mehr”, klagt Dill.

Bald steht ein Jubiläum an

Dabei hoffen die Ortsteilbürger auf ein bisschen Tempo. Bald wird der Verein 50 Jahre alt. Da wäre eine Bleibe für den Festakt schön. Und auch für Versammlungen fehlt ein Ort: „Wir müssen unsere Schützenabteilung auflösen”, erklärt der Vorsitzende des Dorfvereins, der aktuell rund 40 Mitglieder zählt. Denn nach der Kündigung fehlt ein Schießstand. Dafür bleibe aktuell nur die Bank oder die Küche. „Ein Dorf ohne Bleibe ist einfach kein Dorf”, sagen die Ehrenamtlichen.

Ihnen fehlt der konkrete Zeitplan für den Feuerwehrhaus-Umbau. „Der Wille des Gemeinderates ist ja da”, so Müller. Und mit Blick auf das Gasthaus zur Distel sagt Dill: „Ein Dorfverein in einer privaten Wirtschaft, das geht doch nicht gut.”

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Es wird Zeit, in die Gänge zu kommen

Nach dem Umbau steht dann in der Vereinsgeschichte bereits der dritte Umzug an. Für die Einrichtungsgegenstände wie die Theke hat die Vorstandschaft sogar schon einen Sponsor gefunden – und die Helferinnen und Helfer sind hoch motiviert, mit anzupacken. Dill findet: „Es wird Zeit, dass das Projekt endlich mal in die Gänge kommt.”

Ursula Pfäfflin Nefian fragte dann auch in der Juli-Ratssitzung in Gutenstetten nach dem Stand der Dinge. Bürgermeister Gerhard Eichner erläuterte, dass er den Plan in Auftrag gegeben habe und das Geld im Haushalt eingestellt sei. Ein konkretes Datum für einen möglichen Umbau-Beginn nannte er aber nicht. Gegenüber unserer Redaktion erklärt Eichner jedoch, auch an einer schnellen Umsetzung interessiert zu sein.

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