Nur ein schwacher Trost: Unions Güther schreibt Geschichte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.04.2026 05:52

Nur ein schwacher Trost: Unions Güther schreibt Geschichte

Schrieb Bundesliga-Geschichte: Linus Güther. (Foto: Harry Langer/dpa)
Schrieb Bundesliga-Geschichte: Linus Güther. (Foto: Harry Langer/dpa)
Schrieb Bundesliga-Geschichte: Linus Güther. (Foto: Harry Langer/dpa)

Linus Güther vom 1. FC Union Berlin hat mit seiner späten Einwechslung Bundesliga-Geschichte geschrieben und darf nach Ansicht seiner Mitspieler „extrem stolz“ auf sich sein - trotz der 1:3-Niederlage beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim. „Es ist ein großartiger Meilenstein für ihn“, sagte Abwehrspieler Leopold Querfeld, der den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielt hatte. „Mit 16 Jahren sein Debüt zu machen, das ist etwas Wunderschönes.“

Offensivtalent Güther wurde in der 84. Minute eingewechselt und sah wenig später Gelb. Güther ist nach dem ehemaligen Dortmunder Youssoufa Moukoko, der bei seinem Debüt mit 16 Jahren und einem Tag noch zwei Tage jünger war, nun der zweitjüngste Spieler der Liga-Historie.

„Er wirkt nicht wie ein 16-Jähriger, er ist sehr reif, sehr mutig in seinem Auftreten. Er ragt aufgrund seines Alters heraus, aber ansonsten merkt man das nicht“, sagte Union-Kapitän Rani Khedira. „Er wird seinen Weg gehen und ich glaube, das war nur das erste von ganz, ganz vielen Spielen.“

Trainer Baumgart muss gehen

Für Steffen Baumgart war das 1:3 das vorerst letzte Spiel als Union-Trainer. Kurz vor Mitternacht gab der Club überraschend die Trennung von dem 54-Jährigen bekannt. Als Nachfolgerin übernimmt bis zum Saisonende die bisherige U19-Trainerin Marie-Louise Eta. Auch Baumgarts bisherige Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna müssen gehen.

„Wir spielen bisher eine absolut enttäuschende Rückrunde und lassen uns vom Tabellenstand nicht blenden: Unsere Lage ist nach wie vor bedrohlich und wir benötigen dringend Punkte, um den Ligaverbleib zu sichern“, erklärte Profifußball-Geschäftsführer Horst Heldt laut Mitteilung. Der Vorsprung des Tabellenelften auf Relegationsplatz 16 beträgt weiter sieben Punkte.

„Zwei Siege aus vierzehn Spielen seit der Winterpause und die gezeigten Leistungen in den letzten Wochen geben uns nicht die Überzeugung, dass uns eine Trendumkehr in der bisherigen Konstellation noch gelingt“, so Heldt weiter. „Wir haben daher entschieden, jetzt noch einmal neu anzusetzen.“

Eta wird erste Cheftrainerin eines Männer-Bundesligisten

In Eta wird erstmals eine Frau als Cheftrainerin einen Männer-Bundesligisten anleiten. Für Eta, die ab dem Sommer die Bundesliga-Frauen der Berliner übernehmen wird, ist die Aufgabe kein komplettes Neuland. Bereits von November 2023 bis Mai 2024 hatte die 34-Jährige als Co-Trainerin den Abstiegskampf der Köpenicker begleitet.

Ihren Einstand als Chefcoach gibt die gebürtige Dresdnerin am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky). Dann empfangen die Hauptstädter den Vorletzten VfL Wolfsburg.

© dpa-infocom, dpa:260412-930-933350/1


Von dpa
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