Kirche, Rathaus und Apotheke liegen in Mönchsroth eng beieinander in der Dorfmitte. Zu diesem „Dreiklang“ soll nun auch in unmittelbarer Nachbarschaft ein Dorfladen als Einkaufsmöglichkeit, Café und Begegnungsstätte entstehen. Die Eröffnung war für Herbst 2025 vorgesehen. Doch es hakt.
Am Ausbaufortschritt scheitert es nicht. Der Ladenbereich ist bereits gestrichen und gefliest, das Dorfcafé mit warmen Farben gestrichen, die Toilettenanlagen sind neu. Aber ein entscheidendes Kriterium fehlt: der Leader-Förderbescheid.
Die Initiative für einen Dorfladen reicht fünf Jahre zurück. Eine Arbeitsgruppe hatte sich gebildet und ging das Projekt mit Unterstützung des Dorfladenexperten Wolfgang Gröll vom Dorfladennetzwerk aus Starnberg an. Im September 2020 wurde ein erster Informationstag abgehalten, noch an einem für einen möglichen Dorfladen ausgewählten Getränkemarkt an der Hauptstraße, Ecke Sägweiherstraße. Der erste Standort für den Dorfladen erwies sich als unrealistisch und durch die Schließung der örtlichen Metzgerei an der Hauptstraße 7 eröffnete sich eine echte Alternative. Der neue Eigentümer des Gebäudes bot dem Dorfladenteam die Räumlichkeiten an und es herrschte einhellig Begeisterung.
Eine detaillierte Planung wurde erarbeitet und das Dorfladenprojekt am 27. Juli dieses Jahres bei der ILE Hesselberg-Limes vorgestellt. „Von notwendigen 13 Punkten hatten wir 22 Punkte für eine erfolgreiche Förderung”, berichtet Alexandra Tisch, die künftige Leiterin des Dorfladens. Sprecherin und Geschäftsführerin des Teams ist Mariana Ferrara, im Vorstandsteam sind noch Jürgen Weick, Thomas Günzel und Georg Kinzel sowie noch zehn weitere fleißige und engagierte Helferinnen und Helfer, wie es beim Gespräch in den Räumen des Dorfladens hieß.
Die Gesamtinvestition wurde auf etwa 200.000 Euro beziffert, bei einem 40-prozentigen Zuschuss. 40.000 Euro soll die Dorfladengesellschaft an Eigenmitteln aufbringen und hat durch bürgerschaftliches Mitwirken schon viel erreicht. Es fehlen noch Einkünfte von rund 4000 Euro an gezeichneten Anteilen. Die Dorfladengesellschaft wäre daher dankbar, wenn die Bürgerinnen und Bürger weitere Anteile als Unterstützungsleistung zeichnen würden. „Wir freuen uns über jeden Beitrag und Baustein“, betonte das Team.
Einkaufen, miteinander ins Gespräch kommen, verweilen und den Dorfladen als Kommunikations- und Treffpunkt dörflicher Gemeinschaft nutzen, sei nach wie vor das Ziel und das könne nur mit vielen Unterstützenden erreicht werden. Entscheidend für die Eröffnung – auf dem Banner vor dem Dorfladen steht immer noch Herbst 2025 – sei allerdings der Förderbescheid und der liege noch nicht vor.
Entstehen wird ein rund 50 Quadratmeter großer Verkaufsraum für Dinge des täglichen Gebrauchs, dazu ein Café mit Frischetheke, Heißtheke, Kaffee und Kuchenverkauf. Frische Backwaren werden auch erhältlich sein. Das Dorfladenteam hält das Engagement weiterhin hoch und ist motiviert, wie auch beim Aktionstag für den Dorfladen im Juli dieses Jahres mit einem Gewinnspiel deutlich wurde. Einen Preis aber wünscht sich das Dorfladenteam noch dringender: den Förderbescheid für die Leader-Mittel, um noch in diesem Jahr den Dorfladen zu eröffnen.