Neustadt und Diespeck arbeiten beim Thema Abwasser zusammen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.07.2025 08:00

Neustadt und Diespeck arbeiten beim Thema Abwasser zusammen

Ingenieur Bernd Ernst, Klaus Meier, der Technische Leiter der Kläranlage, Klaus Heinl (hinten von links stehend) und Markus Helmreich sowie der Leiter der Kommunalbetriebe Neustadt, Christian Hübner (von links vorne) bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Christa Frühwald)
Ingenieur Bernd Ernst, Klaus Meier, der Technische Leiter der Kläranlage, Klaus Heinl (hinten von links stehend) und Markus Helmreich sowie der Leiter der Kommunalbetriebe Neustadt, Christian Hübner (von links vorne) bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Christa Frühwald)
Ingenieur Bernd Ernst, Klaus Meier, der Technische Leiter der Kläranlage, Klaus Heinl (hinten von links stehend) und Markus Helmreich sowie der Leiter der Kommunalbetriebe Neustadt, Christian Hübner (von links vorne) bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Christa Frühwald)

Die Zweckvereinbarung zwischen den Kommunalbetrieben Neustadt und der Gemeinde Diespeck für eine gemeinsame Kläranlage ist unter Dach und Fach. Der Leiter der Neustädter Kommunalbetriebe Christian Hübner und Diespecks Bürgermeister Markus Helmreich unterzeichneten den Vertrag jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz.

Die Gemeinde Diespeck leitet nach einem kurzen Probebetrieb, so der Plan, ab dem 1. Januar 2027 ihr Abwasser dauerhaft in die Anlage nach Neustadt ein, erläuterte Bernd Ernst vom Ingenieurbüro, das die Gemeinde Diespeck beauftragt hatte. Die Stimmung war bestens, schließlich profitierten beide Kommunen von dem gemeinsamen Projekt, hieß es im Rahmen des Termins.

Neustadts Bürgermeister Klaus Meier meinte, er sei froh, dass das kommunale „Kirchturmdenken“ längst der Vergangenheit angehöre. Neustadt und Diespeck verstünden sich blendend, was in der Vergangenheit längst nicht immer so gewesen sei. Er selbst sei in den 1970er Jahren, obwohl seine Eltern im Kleinerlbacher Weg lebten, Diespecker gewesen, habe sogar in Diespeck konfirmiert, sagte Meier. Denn die linke Seite des Straßenzuges Richtung Kleinerlbach gehörte bis 1980 zu Diespeck.

Die gemeinsame Maßnahme bezeichnete Bürgermeister Meier als „einen Meilenstein in der Geschichte der beiden Ortschaften“. Es sei eine „Win-win-Situation“, fand auch sein Diespecks Amtskollege Markus Helmreich. Seine Gemeinde zahlt insgesamt 5,3 Millionen Euro, was aber immer noch wesentlich günstiger kommt, als der Bau einer eigenen neuen Kläranlage.

Leitungsbau beginnt nach der Sommerpause

Der Beginn der Ausschreibungen, dann die Arbeiten für das Pumpwerk sowie der Leitungsbau – mit einer Länge von 1,44 Kilometern von Diespeck nach Neustadt – seien nach der Sommerpause geplant. Nach der Bauphase dürfte dann für mindestens 20 Jahre das Thema Kläranlage für beide Orte geklärt sein, so Meier. Denn die Neustädter Anlage sei für 35.000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Eine Zahl, die in diesem Zeitraum wohl längst nicht erreicht werde. Trotz der geplanten Ausweisung eines gemeinsamen Gewerbegebietes in Diespeck sei noch genügend Kapazität und somit ein großzügiger Puffer vorhanden. „Alles, was im Flächennutzungsplan vorgesehen ist, wurde bei dem Ausbau berücksichtigt“, betonte der Leiter der Kommunalbetriebe in Neustadt.

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In Diespeck wird das Hauptpumpwerk gebaut. Von dort wird das Abwasser dann nach Neustadt geleitet. Christian Hübner betonte, es sei wichtig, die Zusammenarbeit mit dem Nachbarort auch künftig weiter zu vertiefen. Schließlich stehe die interkommunale Zusammenarbeit weiterhin im Fokus.

Diespeck kaufe sich mit 6200 Einwohnerwerken ein, spare letztendlich unter dem Strich trotzdem langfristig viel Geld. Die Gemeinde sei dann mit 17,7 Prozent an der Neustädter Kläranlage beteiligt und benötigt kein eigenes Personal mehr. Zudem spare die Kommune sich langfristig die Klärschlammentsorgung und müsse die nötigen Aufrüstungen zur Phosphorrückgewinnung ab 2030 nicht selbst vornehmen. Übrigens: Auch die Neustädter Ortsteile Ober- und Unternesselbach leiten bald über Schauerheim nach Neustadt ein. Dann wird die Stadt keine einzige Teichkläranlagen mehr haben, sondern auf dem neuesten technischen Stand sein, so Klaus Meier.

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