Neues Gewerbegebiet in Neukirchen geplant | FLZ.de

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Neues Gewerbegebiet in Neukirchen geplant

Das neue Gewerbegebiet soll sich östlich und westlich von der Kreisstraße ausbreiten. (Foto: Skizze: Büro Christofori / Repro: Andrea Walke)
Das neue Gewerbegebiet soll sich östlich und westlich von der Kreisstraße ausbreiten. (Foto: Skizze: Büro Christofori / Repro: Andrea Walke)
Das neue Gewerbegebiet soll sich östlich und westlich von der Kreisstraße ausbreiten. (Foto: Skizze: Büro Christofori / Repro: Andrea Walke)

Die Pläne zum Gewerbegebiet Neukirchen werden konkreter. Den aktuellen Stand hat Architekt Jörg Bierwagen vom Büro Christofori im Gemeinderat vorgestellt.

Die Flächen für Gewerbetreibende entstehen an der B14 am Knotenpunkt mit der Kreisstraße zwischen dem Ortsausgang von Katterbach und Neukirchen. „Das Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, ist die Verkehrserschließung”, stellte Planer Bierwagen fest. Nach ersten Abstimmungen mit den Behörden ist klar, dass mehr Flächen in den Bebauungsplan einbezogen werden müssen, um die verkehrssichere Erschließung zu garantieren.

Kein Kreisverkehr möglich

Das Gewerbegebiet wird in zwei Flächen westlich und östlich der Kreisstraße unterteilt. Wegen der Geometrie sei es nicht möglich, dort einen Kreisverkehr zu bauen, so der Planer. Stattdessen müsse die Kreisstraße aufgeweitet werden, um Abbiegespuren bauen zu können. Außerdem sollen eine Verkehrsinsel als Querungsmöglichkeit und eine Fußgängerampel installiert werden. Im östlichen Teil des Gewerbegebiets – der größeren Fläche –ist eine Ringstraße angedacht, im kleineren westlichen Bereich eine Kehre. Stellplätze sollen meistbietend von den sich ansiedelnden Betrieben auf ihren jeweiligen Grundstücken zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt werden knapp 6,5 Hektar Gewerbeflächen entwickelt. Für die einzelnen Grundstücke sind jeweils bis zu 3500 Quadratmeter angedacht, informierte Bierwagen. Die Größen sind aber noch nicht komplett festgelegt, es kommt auf die Nachfrage an. „Das muss man im weiteren Prozess abwägen.“ Das Planungsbüro empfiehlt, für die Gewerbehallen eine Höhe von 15 Metern zuzulassen. Früher seien zehn Meter üblich gewesen, das reiche heutzutage aber nicht mehr aus.

Mit Schwerpunkt auf regionalen Unternehmen

Das Angebot soll bewusst „auf dem lokalen, dem regionalen Gewerbebetrieb liegen”. Auch für eine Tankstelle oder Systemgastronomie wäre der Standort interessant, hieß es. Nicht gewünscht sind dagegen Lager- oder Logistikunternehmen. „Das produziert nur Verkehr und bringt keinen Mehrwert”, meinte der Architekt. Auch ein Nahversorger wäre aus Sicht des Planungsbüros dort an der falschen Stelle. „Der gehört dahin, wo die Menschen wohnen.”

„Gewerbe geht oft mit der Angst vor Lärm einher.” In Abstimmung mit den Neukirchenern sind deshalb Lärmschutzwände oder -wälle geplant, die zugleich vor Licht-Immissionen schützen, damit die Bürger nicht von passierenden Fahrzeugen geblendet werden. In Frage kommen zum Beispiel begrünte Lärmschutzwände mit einer Höhe von sechs Metern.

Entwässerung über Misch-System

Entwässert werden soll das Gewerbegebiet über ein Misch-System, denn das Ziel ist, möglichst wenig Regenwasser einzuleiten. Auch der Artenschutz muss im Blick behalten werden: Aktuell gibt es in dem Gebiet vier Feldlerchen- und ein Rebhuhn-Revier, für die Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Vorentwurf zum Bebauungsplan und stimmte einer weiteren Änderung des Flächennutzungsplans zu. Bürgermeister Bernd Meyer: „Ziel ist, Ende nächsten Jahres mit der Erschließung zu beginnen.“


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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