Deutlich teurer wird der Einbau eines Stauraumkanals in der Windsbacher Denkmalstraße: Der Stadtrat hat jetzt die Bauleistungen einstimmig vergeben. Das wirtschaftlichste Angebot lag rund 96.000 Euro über der Kostenschätzung.
Unterhalb des Kriegerdenkmals soll in der Denkmalstraße ein rund 55 Meter langer Stauraumkanal mit einer Nennweite von 120 Zentimetern, also mit einem Durchmesser von 1,20 Metern, eingebaut werden. Der Kanals soll in einem Drachenprofilquerschnitt gebaut werden, der die Vorteile des Kreis- und Eiprofils vereint, wie es in der Sitzungsvorlage für den Bauausschuss heißt. Soll bedeuten: Der Stauraumkanal kann bei Starkregen große Wassermengen aufnehmen und erreicht gleichzeitig bei Trockenwetterabfluss eine gute Selbstreinigung.
Der Kanal wurde so bemessen, dass er ein dreijährliches Niederschlagsereignis bewältigen kann. Zusätzliche Berechnungen vom Ingenieurbüro Christofori und Partner haben aber gezeigt, dass der Kanal auch mit einem fünfjährlichen Ereignis zurecht kommt, wie Bauamtsleiter Benjamin Novotny jetzt im Stadtrat informierte.
Die Kostenberechnung aus dem Oktober 2022 ging von etwa 280.000 Euro aus, die die Maßnahme kosten wird. Allerdings seien die Materialpreise – speziell bei Betonprodukten – seit Jahresbeginn gestiegen, erklärte Bürgermeister Matthias Seitz. Die Folge: Im Rahmen der Ausschreibung gab die Firma Gustav Meyer GmbH aus Windsbach mit rund 375.390 Euro das wirtschaftlichste Angebot ab.
Es steht also eine Kostensteigerung von etwa 96.000 Euro unter dem Strich. Dennoch empfahl die Verwaltung dem Stadtrat, die Bauleistung jetzt zu vergeben. Zum eine wäre bei einer erneuten Ausschreibung kein besserer Angebot zu erwarten gewesen. Zum anderen „ist die Maßnahme dringend erforderlich“, machte Seitz deutlich.
Das sehen die Mitglieder des Stadtrates offensichtlich auch so und beschlossen die Vergabe einstimmig. Nach derzeitigem Stand ist die Kanalsanierung in der Denkmalstraße ab Juli geplant.