Neue Planungen für Dinkelsbühler Baugebiet Gaisfeld IV: Fokus liegt auf Vielfalt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.12.2025 12:53

Neue Planungen für Dinkelsbühler Baugebiet Gaisfeld IV: Fokus liegt auf Vielfalt

Die Erschließung des zweiten Bauaubschnitts des Dinkelsbühler Wohnquartiers Gaisfeld IV läuft. Allerdings werden mehrere geplante Großprojekte wohl nicht verwirklicht. Deshalb sollen die Flächen planerisch noch einmal neu gedacht werden. (Foto: Martina Haas)
Die Erschließung des zweiten Bauaubschnitts des Dinkelsbühler Wohnquartiers Gaisfeld IV läuft. Allerdings werden mehrere geplante Großprojekte wohl nicht verwirklicht. Deshalb sollen die Flächen planerisch noch einmal neu gedacht werden. (Foto: Martina Haas)
Die Erschließung des zweiten Bauaubschnitts des Dinkelsbühler Wohnquartiers Gaisfeld IV läuft. Allerdings werden mehrere geplante Großprojekte wohl nicht verwirklicht. Deshalb sollen die Flächen planerisch noch einmal neu gedacht werden. (Foto: Martina Haas)

Im Dinkelsbühler Neubaugebiet Gaisfeld IV sollen noch einmal Planungsfachleute tätig werden. Konkret geht es um drei größere Gebiete, die im Bebauungsplan für Investorenprojekte vorgesehen waren. Nachdem diese „weggebrochen” sind, soll die Chance genutzt werden, hier neue Ideen zu entwickeln.

Der Antrag kam von den Fraktionen Dinkelsbühl Gemeinsam Gestalten (DGG), Grüne, SPD und Wählergruppe Land. Begründet wird der Vorstoß damit, dass für die Bereiche SO1, WA2 und WA5 aktuell keine mehrheitsfähigen Planungen und Konzepte vorliegen. Dies gebe der Stadt Dinkelsbühl die Chance, dieses zusammenhängende Areal „neu zu denken und zu überplanen”.

Anforderungen werden diverser

Die Neuprojektierung und Überplanung des Baugebiets „Gaisfeld IV - BA 2” durch externe Planungsbüros sei von „entscheidender Bedeutung”, um den aktuellen und zukünftigen Wohnraumbedarf der Bevölkerung zu decken. In einer Zeit, in der die Anforderungen an Wohnraum zunehmend vielfältiger würden, sei es unerlässlich, eine Planung zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werde, sind die Mitglieder der vier antragstellenden Fraktionen überzeugt.

Die Berücksichtigung von Genossenschaftsmodellen, Mehrgenerationenwohnen und altersgerechtem Wohnen fördere nicht nur die soziale Integration, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft. Co-Housing-Modelle böten darüber hinaus die Möglichkeit, gemeinschaftliches Leben zu gestalten und Ressourcen effizient zu nutzen, was in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten besonders wichtig sei.

Areal mit Begegnungsräumen auflockern

Eine „gesunde Durchmischung des gesamten Areals mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen kann durch diese Wohnformen erreicht werden”, heißt es im Antrag. Darüber hinaus sei es notwendig, das Wohngebiet „etwas aufzulockern und entsprechende Begegnungsräume für die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen”. Das bringe klimatechnisch einen erheblichen Vorteil und stärke das soziale Miteinander unter den Anwohnenden.

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Der Stadtrat sollte sicherstellen, dass die Planung nicht nur den aktuellen Bedarf decke, sondern auch „zukunftsorientierte Lösungen” biete. „Das Wohnquartier hat eine hohe Lebensqualität verdient und sollte als attraktiver Wohnstandort weiterentwickelt werden”, so die Überzeugung der Antragstellenden.

Grünen-Stadtrat Alexander Bromberger, der den Antrag im Stadtrat vorgestellt hatte, verdeutlichte, dass der Bebauungsplan für den zweiten Bauabschnitt des Gaisfeld IV „grundsätzlich neu aufgerollt” werden solle. An den Festsetzungen darin solle sich nichts ändern. Aber: „Wir wollen eine ganzheitliche Betrachtung”, so Bromberger.

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer hakte nach: „Wie viele Planungsbüros sollen es sein?”, wollte er wissen. Es gehe schließlich auch um Kosten.

OB schlägt zwei Alternativen vor

Unstrittig war im Rat, dass an der bestehenden Bauleitplanung für die drei Grundstücke (SO1, WA5, WA2) nach Möglichkeit festgehalten wird. Für den zweiten Teil des Beschlusses gab es zwei Alternativen: Für die betreffenden Grundstücke sollen verschiedene Wohnbedürfnisse und Modelle berücksichtigt werden. Mit der Neuplanung soll ein externes Planungsbüro beauftragt werden. Dabei seien eine mögliche Steigerung der Wohnqualität, beispielsweise durch vermehrte Grünflächen, einen Spielplatz oder Begegnungsstätten, zu berücksichtigen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen dann im Stadtrat diskutiert werden. Damit wurden die von den vier Fraktionen beantragten Punkte erfasst.

Die zweite Alternative entsprach dem Vorschlag des Oberbürgermeisters: Die Verwaltung solle bei möglichen Bauinteressenten nachfragen, die ihre Vorschläge für das WA2-Grundstück auf Basis der bestehenden Bauleitplanung unterbreiten sollen. Für die Interessensabfrage zu WA2 werde die von der Liegenschaftsabteilung der Verwaltung bereits vorbereitete Interessenabfrage verwendet. Es sind dabei auch die im Antrag erwähnten besonderen Wohnformen einzubeziehen. Diese Erkenntnisse würden dann im Stadtrat diskutiert werden.

Von den 21 anwesenden Mitgliedern des Stadtrats stimmten 13 für den Antrag der vier Fraktionen, acht dagegen.

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