Neue Kläranlage in Flachslanden: Millioneninvestition in eine saubere Zukunft | FLZ.de

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Neue Kläranlage in Flachslanden: Millioneninvestition in eine saubere Zukunft

Auf reges Interesse stieß die neue Kläranlage in Flachslanden beim Tag der offenen Tür. (Foto: Alexander Biernoth)
Auf reges Interesse stieß die neue Kläranlage in Flachslanden beim Tag der offenen Tür. (Foto: Alexander Biernoth)
Auf reges Interesse stieß die neue Kläranlage in Flachslanden beim Tag der offenen Tür. (Foto: Alexander Biernoth)

Die Bürgerinnen und Bürger Flachslandens, die viel für ihre neue Kläranlage bezahlen mussten, konnten diese am Samstag selbst in Augenschein nehmen. Bei einem Tag der offenen Tür wurde die Anlage am Wehrleitenweg, die schon seit einigen Monaten in Betrieb ist, offiziell eingeweiht.

Bürgermeister Hans Henninger blickte auf die Entstehung zurück. Die Bauzeit der Kläranlage betrug drei Jahre, angeschlossen wurden im Zuge des Neubaus auch die Gemeindeteile Neustetten und Kettenhöfstetten. Die alten Anlagen in Flachslanden an der Industriestraße sowie in den beiden Ortsteilen wurden zum Pumpwerk beziehungsweise zu Regenrückhalte- und Regenüberlaufbecken umgebaut. Die neue Kläranlage, so Henninger, sei zwar schon seit Oktober 2023 in Betrieb, aber die gesamte Maßnahme, die im Mai 2022 begonnen hatte, endete erst im September 2025.

Die Kosten werden eingehalten

Die berechneten Kosten von rund 11,7 Millionen Euro werden eingehalten, versicherte der Bürgermeister. Die alte Kläranlage sei 45 Jahre in Betrieb gewesen, blickte er zurück, und musste unbedingt erneuert werden. Die Auflassung der Teichkläranlagen in Neustetten und Kettenhöfstetten seien eine umweltfreundliche und zukunftssichere Entscheidung. Die Überlegungen zur Neuordnung der Abwasserentsorgung gehen schon über acht Jahre zurück. Damals war noch eine große Lösung – gemeinsam mit den Nachbargemeinden Colmberg und Lehrberg – mit Anschluss an die Kläranlage in Ansbach angedacht. Mit Blick auf die Kosten wurde das aber verworfen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner in Flachslanden haben bereits Vorauszahlungen auf die Verbesserungsbeiträge in Höhe von 5,5 Millionen Euro zwischen Dezember 2022 und Dezember 2024 geleistet. Nach Abzug der Förderung in Höhe von einer Million Euro bleiben noch 4,5 Millionen Euro, die über die Abwassergebühr innerhalb von 40 Jahren bezahlt werden müssen, rechnete Henninger vor.

Die Abwasserentsorgung wird ausgelagert

Zum 1. Januar 2026 wird das Kommunalunternehmen gegründet, so der Rathauschef, in das die Abwasserentsorgung ausgelagert wird. Die Alternative wäre ein noch höherer Verbesserungsbeitrag gewesen oder eine Finanzierung über den gemeindlichen Haushalt. Dies hätte die Verschuldung so hoch getrieben, dass andere Investitionen über viele Jahre hinaus verhindert worden wären. „Ich hätte auch Lahmlegen der Gemeinde sagen können“, so Henninger. Er sprach sich dafür aus, keine weiteren Verbesserungsbeiträge mehr zu erheben und die verbliebenen Kosten über die Abwassergebühren zu finanzieren.

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Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig würdigte die Investition in die neue Kläranlage als eine zukunftsweisende und kluge Entscheidung. Dadurch könne die Entwicklung der Marktgemeinde ungehindert fortgesetzt werden. Der Leiter des Ansbacher Wasserwirtschaftsamtes, Thomas Keller, dankte den Verantwortlichen in Flachslanden für ihre Bemühungen, Regenwasser in den Flächen zurückzuhalten und so auch die Kläranlage zu entlasten. Der Planer der Anlage, Erwin Christofori, erläuterte technische Details und Klärwärter Gerhard Wiegel führte über das Gelände. In der alten Kläranlage erläuterte Harald Weihmann die Funktion der Regenrückhaltung und des Regenüberlaufbeckens.


Von Alexander Biernoth
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