Neue Kita-Plätze für Ansbach: „Zwergenscheune” in Brodswinden eröffnet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.06.2024 09:00

Neue Kita-Plätze für Ansbach: „Zwergenscheune” in Brodswinden eröffnet

Pfarrerin Roswitha Schilling hatte passend zur Einweihung der neuen Kita in Brodswinden den Nachwuchs bei sich. (Foto: Alexander Biernoth)
Pfarrerin Roswitha Schilling hatte passend zur Einweihung der neuen Kita in Brodswinden den Nachwuchs bei sich. (Foto: Alexander Biernoth)
Pfarrerin Roswitha Schilling hatte passend zur Einweihung der neuen Kita in Brodswinden den Nachwuchs bei sich. (Foto: Alexander Biernoth)

Aus Lummerland wird Zwergenscheune: Die Kindertagesstätte Brodswinden wird umbenannt. Bei der Einweihung des Anbaus am Wochenende war schon von Lummerland nicht mehr die Rede.

Mit einer Andacht mit Pfarrerin Roswitha Schilling, die passend zum Anlass ihren Sohn in einem Tragetuch bei der Andacht bei sich hatte, wurde der 416 Quadratmeter große Anbau eingeweiht. Es schloss sich ein Tag der offenen Tür und Kindergartenfest mit einem bunten Programm an.

Der Kindergarten im Stadtteil Brodswinden wurde im September 1988 mit zwei Gruppen eröffnet und 1993 um eine dritte Gruppe erweitert. Zum zehnjährigen Bestehen erhielt der Kindergarten den Namen „Lummerland“, der im September in „Evangelische Kita Zwergenscheune Brodswinden“ geändert wird.

Viele neue Kita-Plätze geschaffen

Der umbaute Raum des Erweiterungsbaus, der am Wochenende eingeweiht wurde, ist 2040 Kubikmeter groß. Mit der Fertigstellung können im Kindergarten „Lummerland“ in Brodswinden nun eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen, drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Plätzen sowie eine gemischte Kleinkinder-Kindergartengruppe mit 25 Plätzen untergebracht werden.

Im Sommer 2020 hatte der Ansbacher Stadtrat beschlossen, die Kindertagesstätte in Brodswinden um einen zweigeschossigen Anbau zu erweitern. Damals war noch von Gesamtkosten in Höhe von einer Million Euro die Rede.

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Der Baubeginn erfolgte dann im Frühjahr 2022, und bereits im Oktober des gleichen Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. In den städtischen Haushaltsplänen der Jahre 2021 bis 2024 waren für das Bauvorhaben bereits rund 1,8 Millionen Euro eingestellt. Doch auch diese Summe, so stellte sich erst in diesem Jahr heraus, war zu wenig und sollte nicht reichen.

Kosten-Fiasko beim Bau der „Zwergenscheune”

Im vergangenen Jahr waren im Haushalt dann nochmals 835.000 Euro für die Erweiterung in Brodswinden vorgesehen, doch auch diese Kostenschätzung lag daneben. Denn anders als von Hochbauamt und Jugendverwaltung eingeschätzt, schrieb die Regierung von Mittelfranken der Stadt in den Nebenbestimmungen vor, dass das zweigeschossige Gebäude mit einem Aufzug barrierefrei erschlossen werden müsse – was zu Zusatzkosten in Höhe von rund 400.000 Euro führte.

Schon beim Richtfest war von einem Aufzug, der eingebaut werden muss, die Rede gewesen; damals wurde diese Extraleistung noch mit rund 88.000 Euro taxiert. Die restlichen rund 600.000 Euro Mehrausgaben sind den allgemeinen Kostensteigerungen in der Bau-Industrie geschuldet. So landete man im Herbst 2023 bei einer neuen Kostenschätzung von 2,82 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Thomas Deffner sagte in seiner Ansprache, dass es der Erweiterungsbau den Kindern ermögliche, „einen liebevollen und sicheren Ort zum Lernen und Spielen zu haben“. Die Baukosten hätten sich demnach gerechnet, ließ der Oberbürgermeister durchblicken. „Wir investieren nicht nur in den Anbau“, so Thomas Deffner, „sondern in unsere Zukunft. „Denn im Kindergarten werden die Grundlagen für die Zukunft unserer Kinder gelegt.“

OB Deffner: „Für jedes Kind eine Lösung finden“

Der Oberbürgermeister dankte dem Architekturbüro Jechnerer und dem Architekten Michael Ruppert „für die professionelle Zusammenarbeit“. Er dankte auch der Kindergarten-Leiterin Natascha Schiefer und der Geschäftsführerin Vanessa Unger sowie der evangelischen Kirchengemeinde Brodswinden.

In der Stadt Ansbach, so führte Deffner aus, gebe es 25 Kindertagesstätten mit rund 60 Gruppen „und wir konnten bisher für jedes Kind eine Lösung finden“. Es musste noch keine Gruppe wegen Personalmangels geschlossen werden und es gebe auch keine Überlegungen, mit Blick auf den Fachkräftemangel auf einen Neubau zu verzichten. Weitere Betreuungsplätze entstehen, so der OB weiter, derzeit mit der Erweiterung der TIZ-Kids. Ab September können diese neuen Plätze belegt werden.


Von Alexander Biernoth
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