Neue Freizeitlinie im Kreis Ansbach: Mehr Fahrgäste durch bessere Angebote | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.06.2025 20:00

Neue Freizeitlinie im Kreis Ansbach: Mehr Fahrgäste durch bessere Angebote

Die Delegation um Landrat Dr. Jürgen Ludwig (2.v.re., sitzend) nutzte den Hesselberg-Limes-Express für die Fahrt auf den Hesselberg. (Foto: Peter Tippl)
Die Delegation um Landrat Dr. Jürgen Ludwig (2.v.re., sitzend) nutzte den Hesselberg-Limes-Express für die Fahrt auf den Hesselberg. (Foto: Peter Tippl)
Die Delegation um Landrat Dr. Jürgen Ludwig (2.v.re., sitzend) nutzte den Hesselberg-Limes-Express für die Fahrt auf den Hesselberg. (Foto: Peter Tippl)

Die neue Freizeitlinie 825 verbindet zwei touristische Ziele im Landkreis: den Hesselberg mit dem Limeseum. Außerdem fährt der Bus die Städte Wassertrüdingen und Dinkelsbühl an.

Der Hesselberg-Limes-Express ist eine der sieben Freizeitlinien im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) mit denen im Altmühltal, im Fränkischen Seenland und Romantischen Franken besondere Natur-, Kultur- oder Genussorte erschlossen werden können. Die besonderen Vorteile dieser zwischen 1. Mai und 1. November betriebenen Freizeitlinie wurden bei einem Ortstermin vorgestellt.

Hintergrund ist Reaktivierung der Bahnlinie

Die gemeinsame Fahrt von Vertretern des Landkreises Ansbach, aus Tourismusbereich und VGN startete mit Busfahrer Udo Heinz an der Haltestelle bei einer Gaststätte in Gerolfingen am Fuße des Hesselbergs und führte zum Gipfelparkplatz hinauf.

Der Hintergrund dieser neuen Freizeitlinie ist laut Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach, die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen im Dezember letzten Jahres.

Lange gewünscht, wurde die Bahnverbindung zum Taktgeber für den ÖPNV. Die neu eingerichtete Bus-Freizeitlinie schafft nun einen zusätzlichen Anreiz, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Hesselbergregion zu kommen. Durch die Verbindung werden Wassertrüdingen mit dem Hesselberg und Limeseum bis Dinkelsbühl verbunden. Damit, so Landrat Ludwig, werde eine Verknüpfung zum westlichen Bereich des Romantisches Franken geschaffen.

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300 Freizeittipps im Angebot

Ulrich Hausner, Sachgebietsleiter für den ÖPNV am Landratsamt Ansbach, berichtete von etlichen positiven Rückmeldungen über die seit fünf Wochen im zweistündigen Takt betriebenen Freizeitlinie. Montag bis Freitag zwischen fünf Uhr und 20 Uhr und Samstag und Sonntag zwischen acht Uhr und 18 Uhr können Fahrgäste diese nutzen. Wenn die Bauarbeiten am Kreuzungsbahnhof in Langlau fertiggestellt sind, gerechnet wird damit im Sommer, werden sich neue Möglichkeiten ergeben. Im gesamten VGN-Gebiet werden laut Ulrich Büscher, Referent Freizeitverkehr beim VGN, 36 Freizeitlinien betrieben.

Für Regina Bremm, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Romantisches Franken, sind Freizeitlinien ein wichtiger Schritt, denn bei Messen wird immer wieder nach Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefragt.

Dies untermauerte Museumsleiter Dr. Matthias Pausch. Für das Limeseum habe er viele Anfragen von Schulklassen, die für den Besuch des Römerparks Ruffenhofen beziehungsweise des Museums gerne mit dem Bus anreisen würden. Er stelle eine zunehmende Frequenz der Fahrgäste fest, was auch Busfahrer Udo Heinz bestätigte: „Von Woche zu Woche steigende Fahrgastzahlen.“

Wichtiger Schritt für touristische Zukunft

Für Dr. Pausch wurden in 23 Jahren als Museumsleiter viele Wünsche erfüllt: ein Museum ist entstanden, die Bahn reaktiviert, nun ein ÖPNV und derzeit wird eine Toilettenanlage am Gipfel des Hesselberg erstellt.

„Es bewegt sich was“, stellte für die Gemeinde Gerolfingen Bürgermeister Karl Fickel fest.

Auch im nahe gelegenen Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg seien die Gäste froh über die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Neugestaltung des Hesselberg-Kiosks sah Fickel als wichtigen Schritt für die touristische Zukunft der Ausflugsregion.


Von Peter Tippl
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