Stadträtinnen und Stadträte verschiedener Fraktionen und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben eine Bürgerinitiative (BI) gegen einen Umzug der Tourist-Information vom Ansbacher Stadthaus ins Theater-Foyer am Schlossplatz gegründet. In der Verwaltung gibt es Pläne, die Anlaufstelle für Besucher zu verlagern.
Mit einem Bürgerbegehren wollen die Initiatoren die aus ihrer Sicht drohende Fehlentwicklung verhindern. Sie wollen in den nächsten Wochen die nötigen Unterschriften dafür sammeln, dass die Ansbacherinnen und Ansbacher direkt über diese Frage abstimmen können. Stadtrat Dr. Paul Kupser (Die Ansbacher/Freie Wähler), erster Sprecher der BI, sagte, der geplante Umzug sei eine Schwächung der Innenstadt: „Besucher sind es gewohnt, im Zentrum nach Informationen der Stadt zu suchen.”
Das Amt für Kultur und Touristik sei eine wichtige Anlaufstelle und müsse im Zentrum bleiben, wie das in den meisten Städten üblich sei. Der Tourismus in Ansbach habe noch viel Potenzial und müsse intensiviert werden.Kupser kündigte auch an, dass Die Ansbacher/Freie Wähler, Grüne, OLA und SPD einen gemeinsamen entsprechenden Antrag im Stadtrat stellen werden.
Grünen-Stadträtin Meike Erbguth-Feldner, zweite Sprecherin der BI, ergänzt: „Besucherinnen und Besucher erhalten am Johann-Sebastian-Bach-Platz und dessen historischem Ambienter einen ersten Eindruck von der Schönheit unserer Stadt. Das muss so bleiben.” Einig waren sich die BI-Gründer, dass durch den Umzug unnötige Kosten entstünden, die an anderer Stelle sinnvoller investiert werden könnten.
ÖDP-Stadtrat Friedmann Seiler, dritter Sprecher der BI, erklärte, „dass mit der Verlegung des Amtes für Tourismus auch dem Theater als eigenständiges Unternehmen geschadet würde”. Der Eingangsbereich des Theaters eigne sich hervorragend für kleinere Empfänge und andere Veranstaltungen. Ein Eingriff in dieses Ensemble wäre ein echter Verlust, so Seiler.
Die Mitglieder der BI wollen auch mit dem Freundeskreis des Theaters Kontakt aufnehmen und kooperieren.