Neue Ära im Münchner „Tatort“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.06.2026 03:32, aktualisiert am 27.06.2026 03:18

Neue Ära im Münchner „Tatort“

Die neuen Ermittler bei der Weltpremiere in München. (Foto: Felix Hörhager/dpa)
Die neuen Ermittler bei der Weltpremiere in München. (Foto: Felix Hörhager/dpa)
Die neuen Ermittler bei der Weltpremiere in München. (Foto: Felix Hörhager/dpa)

Neue Ära für den „Tatort“ aus der bayerischen Landeshauptstadt: Nach Jahrzehnten mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl als Ermittler-Duo Batic und Leitmayr hat nun der erste Fall ihrer Nachfolger Premiere auf dem Filmfest München gefeiert. 

In ihrer ersten Episode mit dem Titel „Zwischenwelten“ lernen der SEK-Beamte Nikola Buvak (Carlo Ljubek) und der inzwischen zum richtigen Kommissar aufgestiegene Ex-Assistent Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) sich kennen – bei einem SEK-Einsatz in einem trostlosen Plattenbau im Münchner Stadtteil Neuperlach. 

Dort hat sich ein Mann in seiner Wohnung verschanzt. Bei dem Einsatz wird er angeschossen und so schwer verletzt, dass er später stirbt. Weil die Ermittler bei ihm zahlreiche verkohlte Pässe und Kreditkarten finden und darunter auf die eines kürzlich brutal überfallenen, ausgeraubten und getöteten Vaters sind, hält vor allem der ermittelnde Staatsanwalt den Mann für den Mörder.

Zweifel und Ermittlungen auf eigene Faust

Doch Buvak – selbst Neuperlacher Gewächs und früher mal bei der Kripo – kommt das spätestens nach einem Gespräch mit seiner Jugendfreundin alles seltsam vor. Warum stand in der leeren Wohnung neben der des Tatverdächtigen ein voll aufgedrehter Fernseher? Und kann es Zufall sein, dass in der Nacht des mutmaßlichen Raubmordes eine 18-Jährige aus einem benachbarten Plattenbau verschwand? 

Der SEK-Mann entdeckt seine frühere Leidenschaft für die Kripo wieder, ermittelt auf eigene Faust in seiner alten Nachbarschaft und kann schließlich auch Kalli davon überzeugen, dass bei der Sache irgendwas nicht stimmt. 

Mit wem verbringen die Deutschen künftig ihren Sonntagabend? 

Dabei ist der teils etwas verworren wirkende, undurchsichtige Fall eigentlich nur Mittel zum Zweck, geht es doch vor allem darum, dem Publikum die beiden Männer vorzustellen, die künftig regelmäßig am Sonntagabend um 20.15 Uhr ins Wohnzimmer flimmern sollen. 

Kalli ist zwar schon seit Jahren dabei, kämpft aber noch darum, seine Rolle zu finden in der Münchner Kripo ohne seine früheren Chefs Leitmayr und Batic, deren Fotos in seinem Büro hängen. Er trägt Anzug und die Haare strenger – schließlich soll man ihn als möglicherweise künftigen Leiter der Kriminalpolizei ernst nehmen. Aus Kalli soll Herr Hammermann werden. 

Und wie ist der Neue? 

Und der Neue, Buvak? Der ist gerade von einem längeren Auslandseinsatz in Somalia zurück, fährt tagein, tagaus mit der U-Bahn zum Training mit den Kollegen, hat eine Schwäche für das Essen fremder Leute oder ist einfach ständig hungrig und beantwortet sehr ungern Fragen. Eine stellt er sich selbst aber: Ist das SEK wirklich das Richtige für ihn? Oder zieht es ihn doch wieder zurück zur Kripo? 

Wann „Zwischenwelten“ am Sonntagabend im Fernsehen laufen soll, ist noch unklar. Der Bayerische Rundfunk gibt bislang nur die „Tatort-Saison 2026/2027“ an. Abgedreht ist schon ein zweiter Fall, der dritte ist in Vorbereitung. 

Ljubek sagte bei der Premiere, er hoffe, dass es lange gehe mit ihm und Hofer – „vielleicht nicht so lange, das schaffen wir. Das schaffen wir, glaub ich, gar nicht“. Nemec und Wachtveitl spielten ihre Kommissar-Rollen rund 35 Jahre lang.

© dpa-infocom, dpa:260626-930-285366/2


Von dpa
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