Manche Beschäftigte neigen im Joballtag zu Mikromanagement: Sie kontrollieren, obgleich sie keine Führungskraft sind, die Arbeit anderer Kollegen, fragen nach Arbeitsfortschritten oder möchten jederzeit über alle Details im Bilde sein.
Nicht selten sind sich diese Mikromanager gar nicht bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten anderen gehörig auf die Nerven gehen können. Könnte das auf Sie zutreffen? Und wie reagiert man dann am besten, wenn gleichgestellte Kolleginnen und Kollegen das ansprechen?
„Auf jeden Fall sollte man die angesprochene Kritik annehmen und für sich reflektieren, warum man sich so verhält“, sagt die Teamentwicklerin und Führungskräfte-Beraterin Evelyn Wurster.
Dabei helfen Fragen wie: Geht es mir darum, dass ein bestimmtes Projekt erfolgreich ist? Oder geht es darum, sich selbst und die eigene Leistung ins Rampenlicht zu stellen? Und wenn es den anderen und die andere stört, dass ich ständig nachfrage: Wie könnte es besser laufen?
„Eine Möglichkeit könnte sein, dass die Person, die zu Mikromanagement neigt, sich zurücknimmt“, sagt Wurster. Sie könnte zum Beispiel dem oder der anderen sagen: „Ich hätte eine Idee, wie du deine Arbeit effektiver gestalten könntest. Willst du die hören?“ Sagt der oder die Angesprochene Nein, sollte die zu Mikromanagement neigende Person das akzeptieren.
Eine andere Möglichkeit, um das Verhalten weniger lästig zu machen: Die zu Mikromanagement neigende Person macht die Intention hinter ihrem Handeln deutlich und sagt etwa sinngemäß: „Es kommt dir jetzt vielleicht übergriffig vor, dass ich schon wieder nach einem Update frage. Aber ich brauche diese Informationen zur Vorbereitung für den wichtigen Kundentermin nächste Woche.“
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