Nässe, Laub und Dunkelheit: So bleibt Radfahren sicher | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.09.2026 12:54

Nässe, Laub und Dunkelheit: So bleibt Radfahren sicher

Herbst-Check fürs Fahrrad: Beleuchtung, Reifenprofil und Bremsbeläge prüfen – und die eigene Fahrweise anpassen. (Foto: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn)
Herbst-Check fürs Fahrrad: Beleuchtung, Reifenprofil und Bremsbeläge prüfen – und die eigene Fahrweise anpassen. (Foto: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn)
Herbst-Check fürs Fahrrad: Beleuchtung, Reifenprofil und Bremsbeläge prüfen – und die eigene Fahrweise anpassen. (Foto: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn)

Feuchtes Laub kann Wege im Herbst schnell in eine gefährliche Piste verwandeln, durch den rutschigen Untergrund verlängert sich oft der Bremsweg. Um Unfälle zu vermeiden, sollten Fahrradfahrer bei nasser oder rutschiger Fahrbahn sowie Dunkelheit ihre eigene Fahrweise an die Witterung anpassen - also Tempo reduzieren, Abstand vergrößern und frühzeitig bremsen.

Besonders tückisch sind im Herbst und Winter Kurven: „Die meisten Stürze passieren, weil in der Kurve gebremst oder zu abrupt gelenkt wird“, erklärt Fabio Tumburus, Dekra Niederlassungsleiter in Berlin. Oft wird auch das Tempo falsch eingeschätzt. Wer abrupt bremsen muss, verliert schnell die Haftung. Insbesondere E-Bike-Fahrer sollten bei rutschigen Straßen und in Kurven das Tempo anpassen und die Motorunterstützung reduzieren.

Sichtbarkeit und Sicherheit erhöhen

„Das Licht am Rad entscheidet im Winter über Sicherheit und Sichtbarkeit“, so Fabio Tumburus. Damit Fahrradfahrer in der dunklen Jahreszeit sicher unterwegs sind, sollten sie ihre Sichtbarkeit erhöhen. So haben andere Verkehrsteilnehmer mehr Zeit zu reagieren. 

Gesetzlich vorgeschrieben sind vorn weiß leuchtende Scheinwerfer und ein weißer Reflektor und hinten ein rotes Rücklicht und ein Reflektor. Zusätzliche Pedal- und Speichenreflektoren sind sinnvoll. Blinkende Rücklichter sind zwar auffällig, aber laut Dekra nicht zulässig. 

Damit andere Verkehrsteilnehmer Fahrradfahrer besser sehen, können diese etwa leuchtende Warnwesten oder reflektierende Taschen tragen.

Ausstattung überprüfen

Zu einer guten Vorbereitung auf den Herbst und Winter gehört es außerdem, die Ausstattung des Fahrrades regelmäßig zu überprüfen - also Beleuchtung, Reifen und Bremsbelege genau zu kontrollieren. 

Am Reifen und an der Bremse sollte man nie sparen, so Fabio Tumburus: „Das sind die Teile, die im Ernstfall über Sturz oder Sicherheit entscheiden.“ Wichtig ist zudem: Die Reifen brauchen ausreichend Profil, damit sie auch auf rutschigem Asphalt guten Grip haben. Mehr Profil und etwas weniger Luftdruck erhöhen die Auflagefläche, erklärt der Dekra-Experte. Vielfahrer könnten über Spike-Reifen nachdenken.

Tumburus gibt noch einen Tipp: Im Winter die Kette regelmäßig mit zähflüssigem Öl behandeln. Vorher die Satzreste mit einem Wasserstrahl entfernen, denn Streusalz kann sonst die Metallteile angreifen.

© dpa-infocom, dpa:260929-930-761159/1


Von dpa
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