Nach über 20 Jahren: Naturlehrpfad in Flachslanden wurde erneuert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.06.2025 15:00

Nach über 20 Jahren: Naturlehrpfad in Flachslanden wurde erneuert

Die zweite Klasse der Grundschule Flachslanden weihte den sanierten Naturlehrpfad am Landschafts- oder Rossweiher ein. (Foto: Alexander Biernoth)
Die zweite Klasse der Grundschule Flachslanden weihte den sanierten Naturlehrpfad am Landschafts- oder Rossweiher ein. (Foto: Alexander Biernoth)
Die zweite Klasse der Grundschule Flachslanden weihte den sanierten Naturlehrpfad am Landschafts- oder Rossweiher ein. (Foto: Alexander Biernoth)

Nach über 20 Jahren wurde der Naturlehrpfad in Flachslanden nun erneuert. Die Erneuerung hat 36.000 Euro gekostet, wovon der Freistaat Bayern die Hälfte bezahlt.

Die andere Hälfte finanziert die Marktgemeinde aus Haushaltsmitteln. Der Naturlehrpfad führt vom Bergleiner Weg zum Landschaftsweiher und wird, so berichtet Bürgermeister Hans Henninger, sehr gerne von Familien mit Kindern, aber auch von Kindergarten und Grundschule Flachslanden begangen. Auch auswärtige Besucher hätten sich schon in Mails an die Gemeinde sehr lobend über den Naturlehrpfad geäußert, so der Bürgermeister.

Renate Hans, die Vorsitzende des Naturparks Frankenhöhe, dankte bei der Eröffnung ihrem Kollegen Henninger für die Investition in die Sanierung. Dies mache deutlich, so Hans, dass die naturkundliche Bildung in Flachslanden einen großen Stellenwert genieße. Eva Schmid vom Naturpark Frankenhöhe lobte die Idee zu dem Naturlehrpfad, der 2003 realisiert wurde.

Gerade für Kinder wunderbar geeignet

Damals stand Ulrich Meßlinger federführend für diesen Pfad, und er habe sich, so lobte Schmid, auch heuer wieder bei der Sanierung ehrenamtlich eingebracht. Das Rad habe nicht neu erfunden werden müssen, sagte Schmid, weil vor mehr als 20 Jahren schon sehr gute Texte, Illustrationen und Themen zusammengestellt wurden, die schlicht und einfach das Wesentliche erzählen. Gerade für Kinder sei der Pfad wunderbar geeignet, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Hans Henninger beklagte bei der Einweihung, dass es keine Biberberater mehr gebe. Diese hätten viel Konfliktpotenzial durch ihre Moderation aus der Welt geschafft. Eva Schmid berichtete weiter, dass die Tafeln des Naturlehrpfades nach über 20 Jahren von der Witterung und Überalterung gezeichnet waren. Die Tafeln wurden erneuert, aktualisiert und an passenden Stellen mit weiteren Elementen versehen.

Markante Punkte seien der Landschaftshügel und der Landschaftsweiher, der eigentlich Rossweiher heißt. Auf dem Hügel könne eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung und den Weiher genossen werden. Der Sitzplatz wurde erneuert und durch eine Sonnenliege erweitert. Am Rossweiher selbst, an dem sich auch der Biber niedergelassen hat, wurde im Vorfeld ein baufälliger Steg abgebaut und durch eine Sitztreppe aus Natursteinen ersetzt. Eine Infotafel und ein Biber als Silhouette aus Corten-Stahl machen auf den Lebensraum des Bibers aufmerksam.

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Naturpark-Ranger können Pfad in ihre Arbeit einbinden

Die begleitenden Tafeln zu Tierspuren, Geologie, Baum- und Heckenarten wurden überarbeitet und auf neuen Holzpfosten befestigt. Die Tafeln zu den Tierspuren wurden zudem statt wie bisher an einzelnen Holzpfosten in Originalabständen an einem durchgehenden Balken befestigt, der als Tiersprungstation zum Mitmachen einlädt. Neu hinzugekommen, so berichtet Eva Schmid, seien Tafeln zur geologischen Zeitgeschichte und eine Willkommenstafel am Beginn des Lehrpfades.

Künftig können die Naturpark-Ranger den Pfad in ihre Arbeit mit Schulen und Kindergärten einbinden. Und zur Eröffnung nutzte dies die zweite Klasse der Grundschule Flachslanden mit der Schulleiterin Tanja Schleußinger. Die Schüler ließen sich von der Rangerin Fredegard Blaschke alles ganz genau erklären, und auch die neue Sonnenliege hielt der Belagerung durch die Zweitklässler stand.


Von Alexander Biernoth
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