Mutmaßliche Anschlagspläne – zwei Verdächtige wieder frei | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.10.2026 13:22, aktualisiert am 02.10.2026 14:36

Mutmaßliche Anschlagspläne – zwei Verdächtige wieder frei

SEK-Beamte waren am Donnerstagabend in Hagen im Einsatz. (Foto: Alex Talash/dpa)
SEK-Beamte waren am Donnerstagabend in Hagen im Einsatz. (Foto: Alex Talash/dpa)
SEK-Beamte waren am Donnerstagabend in Hagen im Einsatz. (Foto: Alex Talash/dpa)

Nach der Ingewahrsamnahme von drei Männern in Hagen und Unna wegen mutmaßlichen Anschlagsplänen sind zwei bereits wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte die Polizei auf dpa-Anfrage. Bei den freigelassenen Männern handelt es sich demnach um zwei Syrer (20, 24) aus Hagen. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Westfalenpost“. 

Was mit dem dritten Mann ist – ein zum Islam konvertierter Deutscher (33) –, blieb zunächst unklar. Die Polizei kündigte eine weitere Mitteilung zu den andauernden Ermittlungen im Laufe des Tages an.

Verdacht einer ideologischen Nähe zum IS

Laut Sicherheitskreisen besteht der Verdacht einer ideologischen Nähe zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hatte die Männer demnach bereits seit Anfang des Jahres im Visier. Zuletzt habe sich die Gefahr der Umsetzung von Anschlagsplänen immer mehr konkretisiert.

Laut den Sicherheitskreisen waren die drei immer intensiver überwacht worden, weil sie sich weiter radikalisiert hätten. Immer wieder hatten sie demnach auch Anschlagsgedanken und Planungen untereinander ausgetauscht.

Als die Pläne konkreter wurden, habe der Verfassungsschutz seine Erkenntnisse in eine sogenannte Fallkonferenz gegeben und die Polizei den präventiven Zugriff geplant, erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen.

Reul: „Diese Typen haben sich in Anschlagsfantasien verloren“

Ein Spezialeinsatzkommando hatte die drei Männer am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen darf in einem Terror-Verdachtsfall Personen präventiv bis zu 14 Tage in Gewahrsam nehmen, wenn ein Richter das entscheidet. Erhärtet sich der Verdacht nicht, muss der Gewahrsam aufgehoben werden.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte am Freitag: „Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz und die NRW-Polizei haben gestern gezeigt, wie gut unsere Sicherheitsarchitektur funktioniert, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Diese Typen haben sich in Anschlagsfantasien verloren und glaubten, unsichtbar zu sein. Aber: Unser Verfassungsschutz sieht mehr, als ihnen lieb ist, und unsere Polizei schlägt zu, bevor sie es tun.“

© dpa-infocom, dpa:261002-930-778595/4


Von dpa
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