Nach einem Einbruch in ein Waffengeschäft und einer Großfahndung im südlichen Oberbayern hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Dennoch gehe der Einsatz weiter, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Stand jetzt suchen wir mehrere Tatverdächtige.“ Wie viele Kriminelle genau noch auf der Flucht seien, sei zum aktuellen Zeitpunkt aber unklar.
„Jetzt haben wir zwei, die was wissen, was wir nicht wissen“, erläuterte der Sprecher. „Die werden natürlich befragt. Die Frage ist, ob die was sagen.“ Bei den beiden Männern handelt es sich den Angaben zufolge um einen 30- und einen 34-Jährigen. Wo und unter welchen Umständen die beiden mutmaßlichen Täter festgenommen wurden, blieb aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst offen.
Zunächst war auch unklar geblieben, ob die Einbrecher in dem Waffengeschäft Beute machen konnten. Inzwischen hat das Präsidium mitgeteilt, dass im verunfallten Fluchtfahrzeug „eine große Menge an Langwaffen“ sichergestellt werden konnte.
Die Täter sollen am Morgen gegen 6.00 Uhr im österreichischen Innsbruck in das Waffengeschäft eingestiegen sein. Nach ersten Erkenntnissen flüchteten die Verdächtigen anschließend mit einem gestohlenem Auto über die Grenze nach Deutschland. „Im Raum Mittenwald verunfallten die Tatverdächtigen mit ihrem Pkw und setzten ihre Flucht zu Fuß fort“, schilderte die Polizei.
Daraufhin lief im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ein Großeinsatz mit zahlreichen Fahndern und einem Polizeihubschrauber an. Auch Bundespolizei, Landeskriminalamt und Spezialeinheiten waren beteiligt.
Die Polizei warnte die Bevölkerung explizit davor, Anhalter mitzunehmen oder Verdächtige anzusprechen. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist nicht auszuschließen, dass die bislang unbekannten Täter bewaffnet sind“, teilte das Präsidium mit. Hinweise sollten per Notruf oder an die nächste Polizeidienststelle gemeldet werden.
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