Für die Sanierung des Münsters bekommt die Pfarrei St. Georg 900.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIII. Für die Bewilligung des Zuschusses eingesetzt hatte sich MdB Sascha Müller (Bündnis 90/Die Grünen). Am Mittwoch war er zu Gast in Dinkelsbühl, um die Nachricht von der kürzlich erfolgten Förderzusage nochmals persönlich zu überbringen.
Bereits zwei Mal hatte die Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Georg Mittel aus dem Sonderprogramm beantragt, kam allerdings nicht zum Zug. Beim dritten Anlauf stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestages nun zu. Vorausgegangen waren einige Abstimmungsgespräche, an die Sascha Müller – er ist der für den Landkreis Ansbach zuständige Betreuungsabgeordnete der Grünen – sowie Grünen-Stadtrat Robert Tafferner und Viola Grießhammer vom Ortsverband erinnerten.
Müller war im Vorfeld der Entscheidung mit MdL Sabine Weigand, der Denkmalschutzbeauftragten der Grünen im Landtag, schon einmal in Dinkelsbühl und hatte sich dort über den baulichen Zustand des Münsters informiert. Der Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert weist erhebliche statische Mängel auf.
Es sei klar gewesen, so der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Nürnberg-Süd gestern, dass die Gelder dringend nötig seien, um die Instandsetzung endlich angehen zu können. Denn es wäre aus seiner Sicht schlimm, wenn die Kirche aufgrund der baulichen Mängel womöglich nicht mehr betreten werden könnte. Der Abgeordnete hatte Kontakt aufgenommen mit denjenigen Mitgliedern seiner Fraktion, die im Haushaltsausschuss sitzen, insbesondere mit Andreas Audretsch, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag. Man habe, so Müller, „alle Hebel in Bewegung gesetzt“ und sei letztlich erfolgreich gewesen.
Stadtpfarrer Joachim Pollithy freute sich, dass die Pfarrei mit der Zusage einen Schritt weiter ist, die Finanzierung der Mammutaufgabe an dem Denkmal auf die Beine zu stellen. Er sprach von einem wichtigen Schritt. Wenn alles gut läuft, soll die Finanzierung noch in diesem Jahr geklärt sein. Nochmals 900.000 Euro sind beim Entschädigungsfonds beantragt; die Diözese hat fünf Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Sanierungskosten werden auf mehr als elf Millionen Euro geschätzt.
Zur Vergabe aus dem Sonderprogramm waren allein aus Bayern 31 Anträge eingegangen. Knapp sieben Millionen Euro wurden für Projekte in Bayern bewilligt, mehr als drei Millionen Euro gingen davon nach Mittelfranken.