Flexibilität war beim diesjährigen Mittelaltermarkt in Feuchtwangen gefragt: Aufgrund des Regens in den Tagen zuvor musste das Spektakel vom Sulzachpark auf die Mooswiese verlegt werden. Dort präsentierten sich dann rund 120 Ausstellerinnen und Aussteller.
Einige davon zeigten, wie im Mittelalter bestimmte Gegenstände handwerklich hergestellt wurden. So erhielten die Besucherinnen und Besucher beispielsweise Einblick in das Töpfern und die Herstellung von Seilen. Auch Duftstoffe, Schmuck, zeitgenössische Rauchwaren und vieles mehr stießen auf großes Interesse.
Auch kulinarisch war an den zahlreichen Essens- und Getränkeständen einiges geboten. Die Auswahl reichte vom Barbarenspieß über Bratwurst bis zu Fisch. Kartoffeln gab es aus dem Ofen, frittiert in Spiralenform oder verfeinert mit Rosmarin und Hanfsamen. Genossen werden konnten zudem Käsespezialitäten. Ihren Durst löschen konnten die Gäste etwa mit Quellwasser, Bier oder Met.
Allzu lange Ruhe hatten die Besucherinnen und Besucher nach der Stärkung allerdings nicht. Denn schon um die Ecke warteten Zauberer, Hexen und Gaukler darauf, den Vorbeiziehenden ihre Geschichten aufzutischen. So behauptete ein Gaukler, er habe vor langer Zeit ein mystisches Fabelwesen nur mit seinen Jonglierbällen in Zaum gehalten. Begleitet wurde das bunte Treiben stets von viel schwungvoller Musik.
Tiere fehlten auf dem Mittelaltermarkt ebenfalls nicht. Hingebungsvoll wandten sich viele Kinder gut erzogenen Hunden und Vögeln zu. Und wer sich traute, konnte sogar eine ausgewachsene Eule auf den Arm nehmen.
Langweilig wurde es speziell den kleinen Besucherinnen und Besuchern nicht. Für Mädchen und Jungen gab es Holzschwerter und Schilde, Hofdamen-Röckchen, Krönchen, Gürtel oder Schmuck zu kaufen. Beim Basteln konnten die Kinder ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen und die Mutigeren wurden sogar in den Umgang mit Pfeil und Bogen eingewiesen.
Organisiert wurde der Mittelaltermarkt wieder von Roland Turba. Nach seinen Angaben fand die Veranstaltung in Feuchtwangen bereits zum elften Mal statt und hat sich zu einem Publikumsmagneten gemausert. Auch die diesjährige Auflage war gut besucht.
Einige aufgestellte Feuerschalen und überdachte Sitzplätze sorgten für einen angenehmen Aufenthalt. Die Mooswiese bot einen passenden Rahmen – und im Gegensatz zum Sulzachpark blieben immerhin die Schuhe trocken.
Auch im kommenden Jahr soll die Veranstaltung wieder stattfinden, kündigte Turba an. Dann bevölkern - voraussichtlich vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 - diverse Gewandete Feuchtwangen, und die Besuchenden dürfen sich auf neue Geschichten von Gauklern freuen.