Schimmel in der Wohnung? Wünscht sich niemand. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Kleinere Schimmelflächen unter einem halben Quadratmeter können Sie laut der Verbraucherzentrale Bremen gut selbst entfernen.
Dafür braucht man vor allem eines: Alkohol - und zwar mindestens 70-prozentigen.
Wichtig außerdem: Schutzkleidung. Das Umweltbundesamt empfiehlt Schutzhandschuhe aus Kunststoff und Atemschutz, um die Schimmelpilzsporen nicht einzuatmen. Auch spezielle Staub-Schutzbrillen und gegebenenfalls ein Einwegschutzanzug, den man danach entsorgt, sind eine gute Idee.
Decken Sie schwer zu reinigende Gegenstände wie Sofas vor den Arbeiten ab oder tragen Sie sie aus dem Raum. Auch Lebensmittel oder Kinderspielzeug und Kleidung sollte man vorher wegräumen.
Kleinen Flecken auf porösen Oberflächen kann man dann mit einem Pinsel zu Leibe rücken – und damit den 70-prozentigen Ethylalkohol auftragen.
Die DIY Academy in Köln rät, die mit Alkohol behandelten Stellen anschließend mit Wandfarbe zu überstreichen. Damit würden die abgetöteten Pilze so fixiert, dass sie sich auch nach dem Trocknen des Alkohols nicht mehr lösen.
Hat sich der Schimmel auf Tapete gebildet, werden die belasteten Stellen zunächst mit Wasser angefeuchtet und dann abgezogen. Das Anfeuchten sorgt der DIY Academy zufolge dafür, dass möglichst wenige Schimmelpilzbestandteile freigesetzt werden. Die feuchte Tapete am besten vor dem Entfernen noch mit Folie abkleben, so dass die Sporen sich nicht verbreiten können.
Sie haben größere Flächen mit Schimmel in der Wohnung? Dann ist es besser, eine Fachfirma zu beauftragen. Finden lassen sich entsprechende Experten etwa über die Suchfunktion auf der Webseite des Bundesverbands Schimmelpilzsanierung.
Vorbeugen ist auch beim Schimmel besser als nachsorgen. Das tut man der Verbraucherzentrale Bremen zufolge, indem man die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen im Blick behält - und gegebenenfalls entsprechend lüftet und heizt.
Die Temperatur sollte 16 Grad nicht unterschreiten und die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen bei maximal 55 bis 60 Prozent liegen. Ein Thermo-Hygrometer zeigt beide Werte an.
© dpa-infocom, dpa:260514-930-78395/1