Mit Auto im Ausland: Diese Kostenfallen drohen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.07.2026 04:03

Mit Auto im Ausland: Diese Kostenfallen drohen

Temposünder aufgepasst: In Ländern wie Norwegen und den Niederlanden werden Geschwindigkeitsverstöße deutlich härter bestraft als in Deutschland. (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Temposünder aufgepasst: In Ländern wie Norwegen und den Niederlanden werden Geschwindigkeitsverstöße deutlich härter bestraft als in Deutschland. (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Temposünder aufgepasst: In Ländern wie Norwegen und den Niederlanden werden Geschwindigkeitsverstöße deutlich härter bestraft als in Deutschland. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Beim Autourlaub im Ausland können unvorbereitete oder unaufmerksame Fahrer laut ADAC in eine Reihe von Kostenfallen geraten. Schon kleine Unachtsamkeiten kosteten schnell mehrere Hundert Euro. 

„Wer sich vor der Reise über die wichtigsten Regeln im Urlaubsland informiert, erspart sich unliebsame Post oder auch unangenehme Kreditkartenabbuchungen“, sagt ADAC-Experte Tobias Paust. Ein kurzer Überblick, was Autourlauber alles im Blick haben sollten.

Achtung, Umweltzonen im Ausland

Immer mehr Städte beschränkten den Verkehr durch Umweltzonen oder Zufahrtsgenehmigungen. Ohne Plakette oder Registrierung drohten dort Bußgelder. Das gebe es etwa in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien.

Beachtliche Bußgelder für vermeintlich kleine Verstöße

Temposünder werden in vielen Ländern strenger bestraft. Wer etwa in Norwegen 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fahre, dem drohe ein Bußgeld von 750 Euro. In den Niederlanden sind es laut ADAC mindestens 230 Euro. 

Die Handynutzung am Steuer werde etwa in Norwegen mit 935 Euro und in den Niederlanden mit 440 Euro geahndet. Um Handysünder am Steuer zu entlarven, setzten niederländischen Behörden auch „Handy-Blitzer“ ein.

Clever mit Weitsicht tanken 

Je nach Reiseland könnten im Vergleich zu Deutschland Preisunterschiede von bis zu 60 Cent pro Liter beim Tanken auftreten. Deshalb lohne sich vor dem Start der Autoreise ein Blick auf die Kraftstoffpreise hinter der Grenze. 

Wesentlich günstiger als in Deutschland können man zum Beispiel in Polen, Tschechien, Österreich, Kroatien, Belgien oder Spanien tanken. In den Niederlanden oder Dänemark seien Diesel und Benzin in der Regel teurer.

Maut und Vignetten prüfen

In vielen Ländern Europas seien Autobahnen, Brücken, Pässe oder Tunnel mautpflichtig. Wer ohne Vignette unterwegs sei oder an einer Mautstation eine falsche Spur befahre, müsse teilweise mit hohen Forderungen rechnen. 

Vignetten sind nach Angaben des ADAC etwa in Österreich, der Schweiz, Slowenien oder Tschechien erforderlich. Streckenabhängig werde hingegen beispielsweise in Italien, Frankreich oder Kroatien abgerechnet. 

In Frankreich sei vielen nicht bewusst, dass es bereits auch erste digitale Mautbrücken gebe. Die Bezahlung müsse binnen 72 Stunden online, an Raststätten oder in Tabakläden erfolgen. Es drohen bis zu 375 Euro Strafe.

Parken kann teuer werden

Der ADAC weist auf teilweise große Preisunterschiede der Anbieter vor Ort hin. Hinzu kämen oft schwer verständliche Tarifmodelle oder Zusatzkosten. Zum Teil könne das vorherige Reservieren von Parkplätzen günstiger sein. 

Auch bei Parkscheiben gelten im Ausland laut ADAC teilweise andere Regelungen. So dürfe etwa in Österreich eine deutsche Parkscheibe nicht genutzt werden. Bei Verstößen drohten Bußgeldern von mindestens 21 Euro.

© dpa-infocom, dpa:260711-930-368209/1


Von dpa
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