Milliardenzahlung: Google verliert gegen Pricerunner | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 01.07.2026 15:23, aktualisiert am 01.07.2026 18:29

Milliardenzahlung: Google verliert gegen Pricerunner

Ein schwedisches Gericht hat Google zu einer hohen Schadenersatz-Zahlung verdonnert. (Foto: Andrej Sokolow/dpa)
Ein schwedisches Gericht hat Google zu einer hohen Schadenersatz-Zahlung verdonnert. (Foto: Andrej Sokolow/dpa)
Ein schwedisches Gericht hat Google zu einer hohen Schadenersatz-Zahlung verdonnert. (Foto: Andrej Sokolow/dpa)

Der Tech-Riese Google soll der Klarna-Tochter Pricerunner umgerechnet knapp 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz zahlen. Dazu verdonnerte das schwedische Wettbewerbs-Gericht den US-Konzern. Die Begründung: Google habe seine eigene Preisvergleichs-Seite über viele Jahre hinweg in unzulässiger Weise bevorzugt. Dadurch habe das seit 2022 zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehörende Unternehmen einen Schaden erlitten. 

Das Preisvergleichsunternehmen Pricerunner hatte laut der Nachrichtenagentur TT ursprünglich umgerechnet knapp 7 Milliarden Euro gefordert. Der nun zugeteilte Schadenersatz sei dennoch der höchste, der in einem schwedischen Wettbewerbsverfahren je zugesprochen wurde, sagte Richterin Linda Kullberg laut einer Mitteilung. Dazu kommen nach Gerichtsangaben Zinsen in Höhe von umgerechnet etwa 419 Millionen Euro, die Google zahlen muss. Insgesamt ergibt sich so eine Summe von mehr als 1,7 Milliarden Euro. 

Der Rechtsstreit steht im Zusammenhang mit einer Entscheidung der EU-Kommission von 2017. Damals hatte die Kommission Google mit einem Bußgeld von rund zwei Milliarden Euro belegt, weil der Konzern seine Marktdominanz bei der Websuche missbraucht hatte, um seinen eigenen Preisvergleichsdienst zu bevorzugen. In seiner Klage hatte Pricerunner laut TT argumentiert, dass dieser Missbrauch bis Ende 2023 weitergegangen war. Google hatte das bestritten.

© dpa-infocom, dpa:260701-930-316907/2


Von dpa
north