Um die eigene Handynummer vor anderen verbergen zu können, startet WhatsApp in den kommenden Monaten schrittweise das Verwenden von Benutzernamen. Zunächst lassen sich die Namen aber nur reservieren, wenn man die neueste Version der Android- oder iOS-App nutzt - also auf Updates in den App-Stores achten.
Gegebenenfalls kann es noch einige Tage dauern, bis die neueste App-Version, in der die Reservierung möglich ist, auf allen Geräten angekommen ist. Dann sollte in den App-Einstellungen unter Profil der Menüpunkt „Benutzernamen reservieren“ auftauchen. Dann kann man einen Namen festlegen. Benutzernamen werden immer mit einem vorangestellten @-Symbol angezeigt.
Ansonsten muss man bei der Auswahl des Benutzernamens Folgendes beachten:
Einige Benutzernamen sind für Unternehmen, Behörden oder Personen des öffentlichen Lebens vorgemerkt. Ist der Wunschname nicht verfügbar, kann man sich direkt Vorschläge für mögliche Benutzernamen anhand der Eingaben generieren lassen.
Solange er nicht bereits vergeben ist, kann man denselben Benutzernamen beanspruchen, den man unter Umständen auf Facebook oder Instagram verwendet. Dazu muss WhatsApp derselben Kontenübersicht hinzugefügt werden.
Gut zu wissen:
Sobald die Benutzernamen aktiviert werden, sollen sich auch PIN-Codes (Benutzernamenschlüssel) einrichten lassen. Indem man diese weitergibt, kann man festlegen, wer einen über den Benutzernamen kontaktieren darf.
Das bedeutet, dass es für neue Kontakte nicht genügt, einen Nutzernamen zu kennen: Sie müssen auch die entsprechende PIN haben und eingeben, bevor eine Kommunikation möglich ist.
Benutzernamen sollen die Sicherheit und den Datenschutz erhöhen, weil nicht mehr einfach nur die Kenntnis einer Telefonnummer genügt, um jemanden ohne Einverständnis zu kontaktieren, die Anrufmöglichkeit außerhalb des Messengers wegfällt und andere die eigene Mobilfunknummer nicht einfach an andere weitergeben können.
Messenger-Konkurrent Signal hatte Nutzernamen zur alternativen, sicheren Kontaktaufnahme bereits Anfang 2024 eingeführt. Dort lässt sich der Name bei Bedarf ebenfalls beliebig oft ändern oder auch wieder ganz löschen. Darüber hinaus können Namen bei Signal etwa auch nur temporär für bestimmte Anlässe genutzt werden.
Und wie geht es nun bei WhatsApp weiter? Nutzende, die einen Namen reserviert haben, erhalten eine Benachrichtigung in der App, sobald die Benutzername-Funktion aktiviert worden ist. Dann können sie etwa neuen Kontakten ihren Benutzernamen statt ihrer Telefonnummer weitergeben.
Bis dahin kann niemand den eigenen, reservierten Benutzernamen sehen und niemand kann über den reservierten Benutzernamen kontaktiert werden. Sobald der eigene Benutzername aktiv ist, sehen Personen, die die eigene Nummer nicht gespeichert haben nur noch den neuen Benutzernamen. Wer dagegen die Nummer hat, sieht diese weiterhin plus den neuen Namen.
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