Nach Jeffrey Hausmann von der Bürgerallianz Merkendorf und Ortsteile (Bamo) und Amtsinhaber Stefan Bach vom Bürgerforum hat nun auch der Kandidat der CSU seinen Hut in den Ring geworfen: Andre Höger aus Hirschlach.
Höger ist 31 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Vor zwei Jahren hat die Familie in Hirschlach gebaut. Beruflich ist er als Maschinenbautechniker im Landkreis Ansbach tätig.
Seit 2020 vertritt er die Interessen von Hirschlach als Ortssprecher im Merkendorfer Stadtrat. Im Juni vergangenen Jahres ist er in den Stadtrat nachgerückt. Höger engagiert sich bei der Feuerwehr und ist dort seit Jahresbeginn Kommandant, ist stellvertretender Vorsitzender der Merkendorfer CSU und Beisitzer im Heimatverein.
Die schelle Umsetzung des Brauereiprojektes, die anschließende Neugestaltung von Marktplatz und Hauptstraße, mehr Kulturangebote in der Stadt und mehr Engagement in Sachen Jugendarbeit, nennt Höger als Ziele, sollte er gewählt werden. Außerdem will er sich für ein neues Baugebiet einsetzen, nachdem am Einsteinring die Grundstücke weitgehend verkauft sind. Wo ein solches platziert werden könnte, ist aber noch offen. Auch in den Ortsteilen hält er ein Angebot an Bauplätzen für sinnvoll. Ebenso brauche Merkendorf weitere Flächen für Gewerbeansiedlungen, nachdem auch im Energiepark kaum noch Platz sei.
Der Bau einer Umgehungsstraße wäre aus Sicht des CSU-Kandidaten zwar nicht nötig gewesen, doch müsse man sich nun damit arrangieren, dass diese kommen werde. Dagegen ankämpfen wolle er angesichts der weit fortgeschrittenen Planungen nicht. „Die Menschen brauchen auch Planungssicherheit.”
Dass sich seine Themenschwerpunkte nicht stark von denen der beiden anderen Kandidaten unterscheiden, ist nach Ansicht Högers naheliegend. Es seien eben die drängendsten Punkte in der Stadt. Sich selbst hält er naturgemäß dennoch für den am besten geeigneten Kandidaten: „Ich habe viel Energie. Ich werde die Dinge schnell angehen.”
Erstmals gibt es damit in Merkendorf drei Bürgermeisterkandidaten. Die Nominierung soll im Herbst erfolgen, erklärten Höger und Johannes Popp, der Ortsvorsitzende der CSU in Merkendorf. Mit drei Bewerbern werde die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl natürlich groß, sagten sie bei der offiziellen Vorstellung. Höger machte keinen Hehl daraus, dass er davon ausgeht, einer der beiden Kandidaten zu sein.
Die CSU erhofft sich von einem eigenen Bürgermeisterkandidaten zudem eine Sogwirkung, um im Stadtrat zusätzliche Sitze gewinnen zu können. Aktuell ist sie als Gruppe CSU/Freie Wähler mit zwei Stadträten vertreten. Wobei die Freien Wähler in Merkendorf nicht mit der Partei von Hubert Aiwanger in einen Hut zu werfen sind. Das seien parteiunabhängige Frauen und Männer, die auf der CSU-Liste kandidieren, wie CSU-Vorsitzender Johannes Popp erläuterte.
Um den Wählerinnen und Wählern die Unterschiede der Kandidaten deutlich zu machen, sei in den kommenden Monaten natürlich eine Profilierung erforderlich. Er hoffe aber auf einen fairen Wahlkampf, betonte Höger. Im Merkendorfer Stadtrat geht es in der Regel sehr harmonisch zu und die allermeisten Entscheidungen werden einstimmig oder mit sehr großer Mehrheit gefasst.