Streetfoodfest, Graffiti-Festival und Frühlingsfest sind erfolgreich absolviert. Damit hat sich das Ansbacher Partyvolk für die Königsklasse qualifiziert: Am Mittwoch, 18. Juni, startet das Altstadtfest. Das fünftägige Programm setzt auf viel Bewährtes, das mit ein paar Neuerungen durchmischt wurde.
Bewährtes sind dabei die Kammerspiele in der Reitbahn, der TSV Brodswinden auf dem Martin-Luther-Platz, die Handballer auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz, das Kulturgärtla auf der Ziegenwiese, die Stadtfreunde mit Unterstützung auf dem Karl-Burkhardt-Platz, die Fichte in der Pfarrstraße, Rotaract im Rummelhof, die Feuerwehr im Adlerhof oder auch die Anwohner des Nennichshofs. Neu ist, dass den Guttendörfer Hof diesmal der Laden „Vom Fass” mit Unterstützung der Festwirtsfamilie Lagemann (bekannt vom Frühlingsfest) betreiben wird.
Neu ist auch, dass nach Abschluss der Arbeiten am Herrieder Tor dort wieder eine Bühne stehen wird. Auf dem Fermo-Platz wird es ein gastronomisches Angebot geben. Am Eingang des Johann-Sebastian-Platzes soll das Essensangebot ausgebaut werden. Und auch der hintere Teil der Reitbahn soll stärker genutzt werden. Zu den Margraves gesellt sich der Golfclub Lichtenau. Die Spielvereinigung wird nach längerer Abstinenz wieder mit von der Partie sein und in der Uzstraße einen Getränkeausschank betreiben, wie Finanzvorstand Andreas Görmer ankündigte.
Neu dabei ist auch der Verein Subkultur Ansbach, der zusammen mit dem Verein „Kollektiv“ das Areal vor dem Markgrafenmuseum bespielen wird. Am Mittwoch und am Freitag werden regionale Bands spielen. „Das wird in die Richtung Punk und Rock gehen“, kündigten Kevin Buckles und Nino Zorzetto an. Für Donnerstag ist ab 13 Uhr eine Kunstaktion geplant. Am Samstag übernimmt das Kollektiv mit mehreren DJs, erklärte David Johnson vom Vorstand des Vereins, der als Unterstützerkreis für das Weiße Ross in Immeldorf begonnen hat. Außerdem organisiert die Gruppe eine alternative Aftershow-Party im Speckdrumm in der Naglerstraße.
Für Ansbachs Kulturreferentin Nadja Wilhelm ist das Altstadtfest das „Fest von Ansbachern für Ansbacher“. Sie freut sich, dass sich die Vereine so stark einbringen und immer wieder neue dazustoßen. „Das ist etwas anderes, als wenn man nur Leistungen von außen einkauft.“ Auch die Einzelhändler seien mit Eifer dabei. Am Sonntag wird in bewährter Manier verkaufsoffen sein.
Ein bisschen stören wird auch in diesem Jahr die Baustelle am Schloss. Sie schränkt die Möglichkeiten am Karl-Burkhardt-Platz ein, auch wenn sie für das Altstadtfest auf ein Minimum reduziert wird. Jürgen Wolf als Vertreter des Orgateams dort ist zuversichtlich, dass mit einer neuen Verteilung der Buden der Platz noch besser genutzt wird.
Wenn das Wetter mitspielt, erwartet die Stadt täglich bis zu 20.000 Besucher. „In der Größenordnung haben wir nichts anderes“, stellte Wilhelm fest. Oberbürgermeister Thomas Deffner sprach von einem „tollen und vielfältigen Fest“. Er hob besonders die vielfältigen Angebote für Kinder hervor, die unter anderem auf der Ziegenwiese oder auch am Platz vor dem Markgrafenmuseum angeboten werden. Der Schwerpunkt wird der Feiertag Fronleichnam sein. Nicht vergessen werden darf der Kinderflohmarkt, den einmal mehr der Stadtjugendring um Michael Richter am Samstag und am Sonntag ab 8 Uhr organisiert.
Die Bandbreite ist riesig. Es sind mehr als 80 Anbieter, die das Kulturamt mit Nadja Wilhelm und Sebastian Buhl zu koordinieren haben. Logistisch ist das Fest alljährlich eine Herausforderung. In diesem Jahr kam hinzu, dass die Sicherheitsvorkehrungen verschärft wurden. Seit Januar sei intensiv am Konzept gefeilt worden, bekräftigte Wilhelm.
„Wir haben dafür gesorgt, dass jeder guten Gewissens und sicher zum Altstadtfest kommen kann“, betonte der OB. Die Roadblocker werden alle Einfahrten zur Altstadt abriegeln. Das wird für die Anwohner Einschränkungen bringen, warb Kulturreferentin Wilhelm schon jetzt um Verständnis.
Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. „Eine weitere Krisensitzung am Samstagmorgen, ob wir weitermachen, brauche ich nicht“, sagte OB Deffner mit Blick auf die heftigen Regenfälle im vergangenen Jahr.