Wer historische Gegenstände zu Hause hat, kann diese am Freitag, 17. April, von Experten begutachten lassen. Ob Schmuck, historische Bücher oder Gemälde: Der Vorstand des Ansbacher Kunstvereins bietet Privatpersonen die Möglichkeit, mehr über die jeweiligen Schätze zu erfahren. Beginn ist um 18 Uhr in der Staatlichen Bibliothek.
Die Kunststücke müssen nicht zwingend Bezug zu Ansbach haben, teilte das Experten-Team bei einem Gespräch mit. Die Gruppe besteht aus Bibliotheksleiter Christian Mantsch, Antiquar Christian Eichinger, seiner Ehefrau Silvia Eichinger, Historiker Dr. Wolfgang Reddig und Stadtführer Alexander Biernoth. Durch ihr fachliches Wissen können sie eine Einschätzung bezüglich Herkunft, Alter und kulturhistorische Bedeutung der Stücke geben.
Die Idee, eine Veranstaltung zu organisieren, bei der Privatpersonen etwa mehr über Erbstücke der Familie erfahren, sei Christian Eichinger bereits zu Corona-Zeiten gekommen. Wegen der Pandemie war die Umsetzung aber nicht möglich. „Jetzt haben wir das wieder ausgegraben”, sagte Reddig. Mit den „Lieblingsstücken” sei oftmals eine Geschichte verbunden. Diese zu erfahren, sei etwas Schönes, so Eichinger.
Bei der Veranstaltung geht es nicht um den materiellen Wert der Gegenstände. Wenn gewünscht, können die Fachleute aber einen Hinweis auf den Marktwert geben. Vor Ort verkaufen ist nicht möglich. Es handelt sich um „Rares ohne Bares”, sagte Mantsch.
Wer eine Einschätzung zu einem Objekt haben möchte, wird gebeten, das Stück bis spätestens 2. April im Antiquitätengeschäft Eichinger, Neustadt 4, abzugeben. Falls das nicht möglich ist, können auch Fotos des Objekts abgegeben werden. So haben die Fachleute ausgiebig Zeit, Details in Erfahrung zu bringen.
Besucherinnen und Besucher sind auch ohne eigenes Lieblingsstück bei der Veranstaltung willkommen. Laut Alexander Biernoth könne es für jedermann interessant sein, den Geschichten zu lauschen. Wie viel Geschichte hinter unscheinbaren Stücken stecken kann, weiß der Historiker und Stadtführer nur zu gut.