Das Markt Bibarter Spanplattenwerk geht unter seinem neuen Besitzer, der österreichischen Egger-Gruppe, auf Expansionskurs. Das Unternehmen kündigte am Montagabend im Markt Bibarter Gemeinderat sowie auch in einer Pressemitteilung umfängliche Ausbaupläne an.
Die Egger-Gruppe will an ihrem erst vor ein paar Monaten erworbenen Standort in Markt Bibart - ehemals Firma Rauch - rund 200 Millionen Euro in die Hand nehmen. Bis zum Jahr 2026 soll das Werk (eines von weltweit 22) in mehreren Stufen ausgebaut und modernisiert werden, verkündete Bernhard Vorreiter namens der Konzernspitze.
Bei dem Vorhaben entstehen rund 50 neuen Arbeitsplätze, stellte Egger in Aussicht. Überraschend ist dabei auch das geplante Ausbautempo: Egger will seine Vorhaben binnen der nächsten drei Jahre umsetzen.
„Wir sind vom großen Potenzial des Werks Markt Bibart überzeugt”, heißt es von Werksleiter Technik/Produktion, Markus Scheran. Er hebt die Erfahrung der Belegschaft hervor.
Geplant ist insbesondere eine Aufbereitung von Recyclingmaterial zur Herstellung von Spanplatten. Das sei in Markt Bibart bislang nicht praktiziert worden. Als Basis könnten alte Möbel, Verpackungsmaterial und Produktionsreste dienen. Auch will Egger künftig in Markt Bibart dekorativ beschichtete Spanplatten herstellen.
Neben neuen Beschichtungsanlagen sind laut Egger Neuerungen in der Werkslogistik und im Materialfluss notwendig. Dazu sollen neue Lagerkapazitäten „mit hohem Automatisierungsgrad” geschaffen werden. Das soll auch den Werksverkehr und den CO2-Ausstoß minimieren. Geplant ist ein Hochregallager.
Die Investitionen will Egger nach eigener Auskunft „mit lokalen Partnerunternehmen gemeinsam” umsetzen.