Seit dem Umzug der Firma Nürminger nach Gunzenhausen im November steht ein großer Teil der früheren Räume in Burgoberbach leer. Einen Nachfolger gibt es bisher nicht.
Die Immobilie in Burgoberbach sei für das Unternehmen einfach „zu groß geworden”, begründet Mit-Geschäftsführer Manfred Nürminger auf FLZ-Nachfrage. „Wir haben für die Zukunft gebaut, aber die Zukunft hat eigentlich gar nicht stattgefunden.” Die Kosten für die Ausstellung – neben Fliesen präsentierte man auch fertige Bäder – wurden auf die Dauer zu hoch. Die Räume in Gunzenhausen seien nur etwa ein Drittel so groß.
Im Gewerbegebiet Herrmannshof 1 befinden sich von der Nürminger Group aktuell noch das Planungsbüro und die Immobilienabteilung, außerdem ist in den oberen Räumen ein Küchenstudio untergebracht. „Wir sind auf der Suche nach einem Mieter oder Käufer”, sagt Manfred Nürminger. Rund 1500 Quadratmeter groß ist die Verkaufsfläche, dazu kommt eine Produktionsfläche mit etwa 900 Quadratmetern im Untergeschoss.
Geeignet sei die Immobilie in direkter Nachbarschaft zur Bundesstraße 13 vor allem für Unternehmen, die etwas im Bau-Bereich verkaufen. Für Gewerbe, das viel Lärm produziert, sei der Standort ungeeignet, und auch Lebensmittelhändler könnten nicht einziehen, weil solche im Umfeld bereits vertreten seien, erklärt er.
Bürgermeister Gerhard Rammler hört sich ebenfalls nach möglichen Interessenten um. Zuletzt habe er beispielsweise mit einer Firma aus der Schweiz Kontakt gehabt, erzählt er. „Aber ob die Interesse haben, kann ich noch nicht sagen.” Näher will er sich deshalb nicht äußern. „Ich habe selbst Interesse daran, dass man das möglichst bald wieder bestücken kann”, betont Rammler mit Blick auf den Leerstand. „Es ist ein interessantes Objekt in einer interessanten Lage. Es wäre gelacht, wenn man da nicht etwas Vernünftiges hineinbekäme.”