„Man spürt die Mühe”: Der Reitclub Trautskirchen überwindet das Tief | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.06.2024 11:19

„Man spürt die Mühe”: Der Reitclub Trautskirchen überwindet das Tief

Pferde, Reiter, Hindernisse: Das Trautskirchener Reitturnier hat seine Krise überstanden. (Foto: Yvonne Neckermann)
Pferde, Reiter, Hindernisse: Das Trautskirchener Reitturnier hat seine Krise überstanden. (Foto: Yvonne Neckermann)
Pferde, Reiter, Hindernisse: Das Trautskirchener Reitturnier hat seine Krise überstanden. (Foto: Yvonne Neckermann)

Nach zwei Tagen mit insgesamt 24 Dressur- und Springprüfungen ist das diesjährige Trautskirchener Reitturnier zu Ende gegangen. Die Veranstaltung kann als großer Erfolg für den Reitclub gewertet werden, denn der Trend bei den Teilnehmendenzahlen zeigt nach dem Tiefststand von 357 Starts im Jahr 2023 wieder steil nach oben. 550 waren es diesmal.

Als Hauptgrund vermutete der Vorsitzende des Reitclubs Trautskirchen (RCT), Lukas Lockl, die Verlegung des Turniers von Anfang Juli auf das zweite Juni-Wochenende: „Es ist noch nicht so heiß, Reiter und Pferde sind fit und die Motivation, Turniere zu reiten, ist deutlich höher als später in der Saison.“ Daher werde man sich bemühen, sich auch im nächsten Jahr wieder diesen Termin zu sichern.

Viele Reiter lobten die Bodenverhältnisse

Das letzte Wort habe allerdings ein Gremium aus Vertretern regionaler Veranstalter: „Dieses Jahr hatten wir Glück, dass der Slot frei geworden ist“, so Lockl. Um die Attraktivität zu erhöhen, hat der aktuell 195 Mitglieder starke Verein außerdem erneut viel Geld und Arbeitsstunden in die Optimierung des Bodens auf dem Springplatz investiert. „Wir haben rund 100 Tonnen Sand aufgebracht, um die Festigkeit zu erhöhen“, erläuterte Lockl. Damit vertrage der Belag auch mal ein paar nassere Tage und sei immer noch reitbar. Das kam an. Viele Reiterinnen und Reiter lobten die guten Bodenverhältnisse.

Das Wettkampfangebot war im Vergleich zum Vorjahr zudem vielfältiger geworden. Zum ersten Mal seit den Vor-Corona-Jahren wurde wieder das mittelschwere M-Springen angeboten, das sich an ambitionierte Sportlerinnen und Sportler wendet und sogar Berufsreiterinnen und -reiter aus dem gesamten nordbayerischen Raum in die kleine Zenngemeinde lockte.

Gemeinsam mit dem Reit und Fahrverein Uffenheim, dem Reit- und Fahrverein Wassertrüdingen und Umgebung und dem Reitclub Burgoberbach wurde außerdem zum allerersten Mal der Rasencup als neuer Wettkampfmodus ausgelobt. Bei den Turnieren der teilnehmenden Vereine werden jeweils Punkte im L-Springen erworben. Das Duo mit den meisten Punkten erhält am Ende der Saison den Pott – vorausgesetzt, bei mindestens drei der vier teilnehmenden Turniere wurde angetreten.

120 Helfer trugen zum Gelingen in Trautskirchen bei

Ermöglicht wurde die Veranstaltung erneut durch das ehrenamtliche Engagement von insgesamt 120 Helfern, die vom Schnitzelklopfen über das Cocktail–Mischen und die Aufsicht auf dem Abreitplatz bis hin zum Auf– und Abbau alles in Eigenleistung und ohne Honorar stemmten. In der Szene hat sich nicht zuletzt deshalb herumgesprochen, mit wie viel Herzblut der Vorstand und die Mitglieder des Reitclubs Trautskirchen bei der Organisation des Turniers bei der Sache sind.

„Die Veranstaltung hat dadurch einen ganz eigenen Charakter“, lobte Peter Poschner aus Burgbernheim, der als einer der Parcoursbauer für die Hürden zuständig war und seit über 15 Jahren gern nach Trautskirchen kommt. „Man spürt einfach, dass sich hier richtig Mühe gegeben wird, das Turnier weiterzuentwickeln und jedes Jahr ein bisschen besser zu machen.“ Das sei einfach schön und mache sich positiv bemerkbar. „Der Boden passt, die Reiter kommen gern wieder.“ Viele Vereine hätten Schwierigkeiten, die Starterzahlen zu halten. „Der RCT hat wieder dazu gewonnen!“ Das spreche für sich.


Von Yvonne Neckermann
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