„Man muss zufrieden sein im Leben“: Ehingerin feiert 100. Geburtstag | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.07.2025 13:00

„Man muss zufrieden sein im Leben“: Ehingerin feiert 100. Geburtstag

Erzählte an ihrem 100. Geburtstag aus ihrem Leben: Lina Riechelmann. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Erzählte an ihrem 100. Geburtstag aus ihrem Leben: Lina Riechelmann. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Erzählte an ihrem 100. Geburtstag aus ihrem Leben: Lina Riechelmann. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Lina Riechelmann, geborene Meyer, feierte in Ehingen ihren 100. Geburtstag. Sie ist damit die älteste Bürgerin in der Gemeinde. Trotz gewisser gesundheitlicher Probleme ist die Jubilarin noch sehr rüstig.

Die Jubilarin wurde 1925 in Ehingen geboren und besuchte dort die siebenklassige Volksschule. Nach der Konfirmation half sie in den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs in der elterlichen Landwirtschaft mit. 1943 begann sie dann eine Ausbildung zur Krankenschwester in Erlangen. Hierbei lernte sie ihren späteren Mann Gustav aus Hannover kennen, der wegen einer Kriegsverletzung behandelt wurde.

Nach dem bestandenen Examen trat die Jubilarin eine Stelle im Krankenhaus Ansbach an und kehrte nach dem Kriegsende in das heimatliche Ehingen zurück. Lina Meyer und Gustav Riechelmann hatten sich zunächst aus den Augen verloren. Doch über Umwege gelangte Gustav Riechelmann schließlich im September 1945 zu Fuß nach Ehingen.

Gründungsmitglied im Diakonieverein am Hesselberg

Nach der Hochzeit 1949 erfolgte der Umzug nach Hannover, wo 1951 Tochter Petra und 1958 Sohn Andreas zur Welt kamen.
Bei einem Klassentreffen 1967 erfuhr die Familie, dass eine Stuttgarter Firma im Dinkelsbühler Zweigwerk Techniker suchte, so dass Ehemann Gustav 1968 einen neuen Arbeitsplatz fand und sich somit für die Familie die Rückkehr nach Ehingen ergab.

Ab 1973 arbeitete die ausgebildete Krankenschwester Lina Riechelmann als Gründungsmitglied im Diakonieverein am Hesselberg und übernahm für die hauptamtliche Schwester die Vertretung an Sonn- und Feiertagen sowie zu Urlaubszeiten.
Ab 1983 kümmerte sie sich um die Pflege ihres an Parkinson erkrankten Mannes, der 1992 verstarb.
Danach betreute sie gern ihre sechs Enkel und inzwischen drei Urenkel.

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Zuverlässig versorgt sie ihre Katzen

Die Jubilarin liest mit Brille und Lupe die Zeitung, sieht Nachrichten und Fußballspiele im Fernsehen und spielt regelmäßig Karten mit ihren Nachbarinnen, um ihr Gedächtnis zu schulen. Die tierliebe Seniorin versorgt zuverlässig ihre Katzen.

Auf die Frage, wie man 100 Jahre alt wird, antwortet sie lächelnd: „Man muss zufrieden sein im Leben!“
Eine große Schar von Gratulanten überbrachte Glückwünsche zum runden Geburtstag. Familie, Verwandte und Nachbarn erfreuten die Jubilarin. Landrat Dr. Jürgen Ludwig für den Landkreis Ansbach, Bürgermeister Friedrich Steinacker für die Gemeinde Ehingen und Pfarrer Walter Huber für die Kirchengemeinde übermittelten persönliche Glückwünsche. Der VdK Ehingen mit Vorsitzendem Karl Engelhard gratulierte seinem langjährigen Mitglied musikalisch mit „Wir sind vom Hesselberg“ und auch der Posaunenchor spielte ein Ständchen.


Von FRIEDRICH ZINNECKER
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